Altbürgermeister schafft wie schon vor 14 Jahren den Durchmarsch im ersten Wahlgang

Bürgermeisterwahl: Was für ein Triumph für Heß - Video

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Frankenberg - Mit 50,5 Prozent der Stimmen hat sich Rüdiger Heß im ersten Wahlgang gegen vier weitere Bewerber um das Bürgermeisteramt durchgesetzt.

Insgesamt 4068 Menschen aus Frankenberg und den Stadtteilen haben dem parteilosen Bewerber erneut ihr Vertrauen geschenkt. Schon bei seiner ersten Wahl im Jahr 1998 hatte Heß einen ähnlichen Triumph im ersten Wahlgang gefeiert. Damals setzte er sich mit 50,7 Prozent gegen fünf Mitbewerber durch.

Die SPD-Kandidatin Daniela Neuschäfer hat 17,5 Prozent der Stimmen auf sich vereint, CDU-Kandidat Bernd Bluttner erreichte 17 Prozent. Für den parteilosen Kandidaten Nicolas Hansen votierten 12,3 Prozent, der ebenfalls unabhängige Berwerber Rupert Jaeschke erhielt Zustimmung von 2,3 Prozent der Wähler.Die Wahlbeteiligung lag bei 55,8 Prozent. Generell ist der Trend zu bemerken, dass in den Stadtteilen mehr Bürger von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen als in der Kernstadt. Die Spitzenwerte bei der Wahlbeteiligung erreichten die beiden kleinsten Dörfer: Dörnholzhausen mit 80,4 Prozent und Hommershausen mit 77,7 Prozent. Am Niedrigsten war die Beteiligung in den Wahlbezirken Stadthaus und Landratsamt mit jeweils nur rund 33 Prozent. Insgesamt haben 8112 Wähler ihre Stimme abgegeben, 60 Zettel waren ungültig. Die absolute Mehrheit lag bei 4027 Stimmen. Heß erhielt 4068 Stimmen.

Röddenau: 75 Prozent für Heß

Wahlsieger Heß erreichte sein bestes Ergebnis in Röddenau, einer Hochburg der CDU. Im Bezirk Grundschule Röddenau ist Heß auf 75,4 Prozent gekommen. Ebenfalls bemerkenswert starke Ergebnisse landete er in Rengershausen (67,4 Prozent) und im Wahlbezirk Hans-Viessmann-Schule (63,8 Prozent), wo der neue alte Bürgermeister mit seiner Familie lebt. Neuschäfer stark in Haubern Daniela Neuschäfer hat erwartungsgemäß in der SPD-Hochburg Haubern ihr bestes Ergebnis erzielt. Dort votierten 27,7 Prozent der Wähler für die Sozialdemokratin. Ihr schwächstes Ergebnis fuhr Neuschäfer mit 6,1 Prozent in Wangershausen ein. Insgesamt gaben 1413 Wähler der SPD-Frau ihre Stimme.

CDU-Bewerber Bernd Bluttner schnitt am Besten in Dörnholzhausen und Geismar ab, wo er 30 und 25 Prozent der Stimmen erhielt. Am meisten abgestraft wurde er im Wahlbezirk Grundschule Röddenau. Dort stimmten gerade einmal 6,3 Prozent der Wähler für den Christdemokraten. Dieses Detail macht deutlich, dass Bluttner im konservativen Lager viele Stimmen an Ex-CDU-Mann Heß verloren hat. Unterm Strich hat Bluttner 1368 Stimmen erhalten.

Für den parteilosen Kandidaten Nicolas Hansen haben insgesamt 993 Wähler gestimmt. Etliche davon kommen aus seiner Nachbarschaft: Im Wahlbezik Wigang-Gerstenberg-Schule, in dem Hansen lebt, bekam er 120 Stimmen, was einem Anteil von 30,4 Prozent entspricht und sein mit Abstand bestes Ergebnis ist. Prozentual recht stark schnitt Hansen auch im Bezirk Friedrich-Trost-Schule ab, wo er es auf 19,4 Prozent geschafft hat. Fast durchweg einstellig geblieben sind indes seine Ergebnisse in den Stadtteilen.Rupert Jaeschke hat abgesehen von Hommershausen in jedem der 23 Wahlbezirke mindestens eine Stimme erhalten, was ihn nach eigener Aussage sehr glücklich gemacht hat. Insgesamt 210 Wähler haben für Jaeschke gestimmt. Sein bestes Ergebnis mit 20 Stimmen und 3,9 Prozent erreichte der Parteilose in seiner Wahlheimat Schreufa.

Die Ergebnisse aus den Wahlbezirken im Überblick:

Bernd Bluttner CDU Daniela Neuschäfer SPD Nicolas Hansen parteilos Rupert Jaeschke parteilos Rüdiger Heß parteilos
Wahlbezirk % % % % %
H.-Viess.-Schule 12,8 12,8 9,4 1,3 63,8
Burgwaldschule 18,6 13,5 7,4 1,0 59,5
Landratsamt 15,6 19,8 15,9 2,7 46,1
Stadthaus 19,6 21,8 13,3 3,3 42,1
Ortenbergschule 14,9 21,6 10,6 4,3 48,6
Ev. Ge. Wolfspfad 21,3 17,6 14,6 2,1 44,4
Wig.-G.-Schule I 19,9 18,0 16,4 3,2 42,5
Wig.-G.-Schule II 16,7 13,9 30,4 4,3 34,7
Fr.-Trost-Schule 18,4 19,4 19,4 2,4 40,4
Ederberglandhalle 17,4 18,5 11,3 3,2 49,6
Hommershausen 19,2 7,1 15,2 0,0 58,6
Rengershausen 12,3 12,3 6,4 1,6 67,4
Rodenbach 11,6 10,5 7,0 3,5 67,4
Bürg. Röddenau 13,6 15,3 7,7 1,5 61,9
Grund. Röddenau 6,3 11,1 6,3 0,9 75,4
Schreufa 15,5 22,7 9,7 3,9 48,3
Wangershausen 19,2 6,1 21,2 1,0 52,5
Viermünden 15,9 19,7 12,6 3,0 48,8
Geismar 25,1 14,7 8,1 3,0 49,1
Willersdorf 13,8 22,1 14,5 2,4 47,1
Dörnholzhausen 30,0 7,5 7,5 2,5 52,5
Friedrichshausen 15,5 21,0 9,4 1,7 52,5
Haubern 13,0 27,7 4,3 2,3 52,7
Briefwahlbezirk 20,4 17,2 11,3 2,8 48,4
Gesamt 17,0 17,5 12,3 2,6 50,5

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