Bürgerwerkstätten: Frankenberger sollen Stadtteile voranbringen

Bürgerbeteiligung: Auch Anita Graß aus Viermünden vergab im vergangenen Herbst Punkte für die Lebensbedingungen in ihrem Heimatort. Archivfoto:  Battefeld

Frankenberg. Die Bürgerwerkstätten „Frankenberger Stadtteile fit für Familien" gehen in die zweite Runde: Vom 14. Januar bis zum 28. Februar sind die Einwohner der Frankenberger Stadtteile wieder aufgerufen, Ideen zu erarbeiten, die ihr Dorf weiterbringen und attraktiver machen.

Im Anschluss an die ersten vier Bürgerwerkstätten, die zwischen Oktober und November 2014 stattfanden, geht es nun mit den nächsten vier Veranstaltungen mit allen Stadtteilen weiter. Bei der ersten Runde hätten die Bürger schon viel Kreativität und Handlungsbereitschaft gezeigt, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt.

In thematischen Arbeitsgruppen sollen nun nachhaltig wirkende Projekte und Aktionen zur Verbesserung des Alltags für Familien in den Stadtteilen entwickelt werden. „Die Familienstadt setzt dabei auf die Zusammenarbeit von Bürgern, Stadtverwaltung und weiteren Partnern. Alle Bewohner der Stadtteile sind zu den Werkstätten eingeladen.“

An den ersten vier Veranstaltungen im alten Jahr haben insgesamt etwa 120 Bürger teilgenommen. Ein erfreuliches Ergebnis sei die hohe Zufriedenheit der Teilnehmer mit dem „Leben als Familie bzw. Familienmitglied im eigenen Stadtteil“, die in jeder Veranstaltung abgefragt wurde. Anschließend diskutierten die Teilnehmer die Stärken und den Handlungsbedarf in ihren Dörfern.

Als lebenswert für Familien zeigen sich die kleinen Stadtteile unter anderem durch den Zusammenhalt der Nachbarschaft und den kinderfreundlichen öffentlichen Raum. Die größeren Stadtteile punkten vor allem mit ihrem Infrastrukturangebot wie Kindergärten, Geschäfte und Freizeitmöglichkeiten. Handlungsbedarf sehen die Bürger vor allem bei der Sicherung ehrenamtlicher Strukturen, der Bindung junger Menschen und der Unterstützung älterer Menschen sowie bei der Verfügbarkeit von Wohnraum und der Integration von Neubürgern.

Auch erste konkrete Ideen gibt es bereits, zum Beispiel einen Jugendraum, ein generationenübergreifendes Wohnprojekt, Netzwerke für Betreuung oder Mobilität und eine organisierte Nachbarschaftshilfe. Zum Abschluss wurden für jede Stadtteil-Gruppe thematische Arbeitsgruppen gebildet, in denen nun gearbeitet wird. (nh/jpa)

Die Termine der einzelnen Bürgerwerkstätten und Infos zur Kooperation der Familienstadt mit den Frankenberger Schulen finden Sie in der gedruckten Freitagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

Quelle: HNA

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