Bund gibt Geld für Ortsumgehung Dorfitter

Viel Verkehr: Zehntausende Autos und Lastwagen nutzen täglich die Ortsdurchfahrt im Vöhler Ortsteil Dorfitter – die B 252. Foto: Rösner

Dorfitter. Für den Bau der Ortsumgehung Dorfitter stellt der Bund 16 Millionen Euro bereit. Dort kann nun nach Jahrzehnten des Wartens der Bau beginnen.

Das Bundesverkehrsministerium habe am Montag bekanntgegeben, dass jetzt das Geld fließen soll. Das teilten die beiden CDU-Bundestagsabgeordneten Bernd Siebert und Thomas Viesehon. „Damit geht ein langgehegter Wunsch der ortsansässigen Bevölkerung an der Strecke endlich in Erfüllung.“ Lange Verhandlungen auf Landes- und Bundesebene seien dem vorausgegangen.

Baurecht besteht schon seit mehreren Jahren, nun könne das Straßenamt Hessen Mobil die Ausschreibungen vorbereiten, meinte Thomas Viesehon. Er sagte, es sei realistisch, dass Mitte des nächsten Jahres mit dem Bau begonnen werden könne. Auf einer Länge von drei Kilometern soll die Umgehung östlich von Dorfitter verlaufen.

Die Ortsdurchfahrt durch Vöhl-Dorfitter ist aufgrund des hohen Anteils an Schwerverkehr stark belastet. Die Zahl der Autos und Laster, die täglich durch den Ort fahren, hat zugenommen. Laut einer Verkehrszählung im Jahr 2010 waren es täglich 11 000 Fahrzeuge. Die Ortsumgehung soll die Anwohner von Verschmutzung und Lärm entlasten und die Wohn- und Lebensqualität in Dorfitter steigern.

Die „unstetige und enge Kurvenfolge“ der B252 am ehemaligen Bahnhof Itter wird laut Hessen Mobil beseitigt.

„Dass es nun doch so schnell geht, ist eine Überraschung“, sagte der Ortsvorsteher von Dorfitter Axel Großmann gegenüber der HNA. „Es gab schon mal eine große Ankündigung, dass bald gebaut würde, doch dann wurde daraus nichts.“ Seit mehr als 50 Jahren warten Bewohner in Dorfitter, vor allem viele Anwohner der Bundesstraße, auf die Ortsumgehung. „Manche Dinge währen zu lange“, sagte Großmann.

Vöhls Bürgermeister Matthias Stappert nannte dies eine gute Nachricht. „Vor allem wegen des Schwerlastverkehrs sind die Anwohner in dem engen Tal starkt belastet.“ Bis 2021 bestehe Baurecht. Das einzige, was noch fehlte, war das Geld. Er erwarte, dass es jetzt, da die Zusage für die Investition gekommen sei, mit dem Bau losgehe.

Die B252 verbindet auf 95 Kilometern die A44 bei Diemelstadt im Norden mit Marburg im Süden. „Dabei ist die Bundesstraße eine wichtige Nord-Süd-Achse im Nordwesten Hessens“, heißt es vom Bundesverkehrsministerium.

In dem Investitionspaket seien auch 69 Millionen Euro für den weiteren Bau der Umgehungsstraße bei Münchhausen (Landkreis Marburg-Biedenkopf) vorgesehen. Für Ortsumfahrungen um Twiste und Berndorf ist weiterhin kein Geld vorgesehen, da auch noch kein Baurecht besteht.

Quelle: HNA

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