Frankenberg

Bundesministerin Schröder begeistert von "Familienstadt"

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- Frankenberg (jos). „Hier wird wirklich Pionierarbeit geleistet“, lobte Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) die Frankenberger Initiativen rund um das Modellprojekt „Familienstadt mit Zukunft“ bei ihrem Besuch am Samstag in der Ederstadt.

Als die 32-Jährige am Samstagmorgen leicht verspätet in der Frankenberger Bahnhofstraße aus dem Auto aussteigt, hat sie bereits ihr Ministerinnen-Lächeln aufgelegt. Angeführt von Gastgeber und Bürgermeister Christian Engelhardt besichtigt sie in aller Kürze die Räume der Einkaufskinderbetreuung und des Familienbüros. Einige Jungen und Mädchen haben ein Transparent vorbereitet, auf dem sie Wünsche an die Ministerin festgehalten haben. Schröder nimmt das bunte Plakat dankend entgegen – und schon geht es weiter.

Vor der Einkaufskinderbetreuung steht ein extra ausgeliehener Thonet-Schreibtisch, auf dem das „Goldene Buch“ der Stadt liegt. „Der letzte Besuch eines Bundesministers ist 13 Jahre her“, sagt Engelhardt. Seinerzeit hatte Volker Rühe als Verteidigungsminister die Burgwaldkaserne besichtigt. Bevor es im Jugendhaus inhaltlich etwas mehr in die Tiefe geht, richtet die Ministerin ein paar Worte an die zahlreichen Gäste, unter anderem aus der Kommunalpolitik. Auch Eltern, viele Kinder und Mitglieder des Seniorenbeirats sind dabei. „Sehr geehrter Herr Bürgermeister, lieber Christian...“ – Schröder und Engelhardt kennen sich aus ihrer gemeinsamen Zeit bei der Jungen Union und bleiben auch in der Öffentlichkeit beim vertrauten „Du“.

Die Ministerin äußert sich begeistert darüber, dass in Frankenberg wissenschaftlich erprobt werde, wie sich Familienpolitik konkret auswirke. Die Einkaufskinderbetreuung habe sie beeindruckt. Das Angebot sei eine „riesige Erleichterung“ für Eltern und bereite den Kindern sicherlich großen Spaß. Weil insgesamt nur eine Stunde Zeit ist, geht es mit Kleinbussen weiter ins Jugendhaus. Dort angekommen, erläutert Engelhardt der Ministerin mithilfe einer Präsentation einige Projekte rund um den Modellversuch „Familienstadt mit Zukunft“. Immer wieder kommentiert Schröder die städtischen Angebote, lobt beispielsweise die Initiative „Ersatz-Omis und -Opis“ und fragt nach bei den Angeboten des neuen Familien-Service-Büros.

Nach der Präsentation äußert sich Schröder begeistert: „Ich bin beeindruckt, wie klug die einzelnen Projekte auf die verschiedenenThemenbereiche abgestimmt sind.“ Besonders interessant finde sie die Tatsache, dass der auf zehn Jahre angelegte Modellversuch wissenschaftlich begleitet werde. Zum Probieren der Häppchen und der im Rahmen der städtischen Ernährungsprojekte gebackenen Knäckebrote kommt die Ministerin nicht mehr – die nächsten Termine der Spitzenpolitikerin „rufen“. Damit sie einen Eindruck von Frankenberger Fachwerkromantik mitnimmt, hat Engelhardt ihr vorab bereits die Altstadt gezeigt.

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