Bundesstraße 252: RP gibt grünes Licht für Westumgehung

Münchhausen. Die kontrovers diskutierte Westumgehung der B 252-Ortsteile von Münchhausen, Wetter und Lahntal rückt in greifbare Nähe. Wie der Gießener Regierungspräsident (RP) Dr. Lars Witteck mitteilt, hat seine Behörde das straßenrechtliche Anhörungsverfahren für das 76 Millionen Euro teure Straßenbauprojekt abgeschlossen und die Planunterlagen mit einem positiven Votum an das Hessische Verkehrsministerium übersandt.

Dort soll noch in diesem Jahr der Planfeststellungsbeschluss erlassen werden. Unmittelbar im Anschluss darf gebaut werden.

Witteck gibt mit der Entscheidung grünes Licht für die neue Umgehungsstraße auf einer Länge von 17,54 Kilometern, mit der die Orte Münchhausen, Münchhausen-Simtshausen, Wetter-Todenhausen, Wetter-Niederwetter und Lahntal-Göttingen vom durchfahrenden Verkehr entlastet werden sollen.

18100 Fahrzeuge täglich

Durch das hohe Verkehrsaufkommen seien die Anwohner bis an die Grenze des Zumutbaren beeinträchtigt, heißt es in der Stellungnahme des Regierungspräsidiums (RP) zum Bauvorhaben. Verkehrsanalysen zufolge durchfahren bis zu 18 100 Fahrzeuge täglich die betreffenden Ortschaften, wobei auch der Anteil an Schwerverkehr mit 13 bis 18 Prozent besonders hoch sei und den Bau dringend erforderlich mache.

„Es war ein besonderes Verfahren, das nicht immer einfach oder unumstritten war“, sagte Witteck. Hinzu kam, dass durch aktuelle Naturschutz-Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichtes Planänderungen erforderlich wurden, die ein formelles Planänderungsverfahren im Jahr 2011 nach sich zogen. Auch massive Einwendungen und Stellungnahmen privater und öffentlicher Beteiligter mussten in die geänderten Pläne eingearbeitet werden.

Fraglich ist, ob nach der Planfeststellungsbeschluss auch das für den Bau nötige Geld zur Verfügung steht. Immerhin ist das Projekt in die Kategorie vordringlicher Bedarf eingestuft. Auch nach der Planfeststellung kann noch gegen die Umgehung geklagt werden. (red)

Quelle: HNA

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