Bundestag: Siebert ist raus, AfD mit zwei Mandaten drin

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Künftig für die AfD im Bundestag: Jan Nolte (links) und Albrecht Glaser.

Waldeck-Frankenberg. Nach der Bundestagswahl vom Sonntag ist der Landkreis Waldeck-Frankenberg mit zwei Abgeordneten mehr im neuen Deutschen Bundestag vertreten als bisher.

In der aktuellen Legislaturperiode hatten aus den beiden Wahlkreisen Waldeck (167) und Schwalm-Eder/Frankenberg (170), auf die der Landkreis aufgeteilt ist, die CDU-Politiker Bernd Siebert und Thomas Viesehon sowie Dr. Edgar Franke für die SPD ein Mandat. Franke hat sein Direktmandat im Wahlkreis 170 verteidigt, Viesehon seines im Wahlkreis 167 an Esther Dilcher (SPD) verloren. Hinzu kommen über die jeweilige Landesliste Dr. Bettina Hoffmann (Grüne) sowie die beiden AfD-Kandidaten Jan Nolte und Albrecht Glaser.

Und seit Montagmorgen steht fest: Bernd Siebert schafft es nach 23 Jahren nicht mehr in den Bundestag. Damit gibt es von Bad Karlshafen bis Bad Hersfeld keinen CDU-Abgeordneten mehr in Berlin. „Das ist ein ganz herber Verlust für Nordhessen“, sagte Siebert. Es gehe jetzt darum, Strukturen zu schaffen, um die Interessen der Menschen in Berlin zu vertreten, sagte der 67-jährige Gudensberger. Denkbar seien Mitarbeiter in den Kreisgeschäftsstellen, die Kontakt zu den CDU-Abgeordneten Michael Brand (Fulda) und Helge Braun (Gießen) halten.

Bernd Siebert

Die Wahl bedeutet auch: Der einzige Bundestagsabgeordnete, der tatsächlich aus Waldeck-Frankenberg kommt, ist Jan Nolte (Frankenberg) von der AfD. „Mit meinen neuen Möglichkeiten im Bundestag werde ich mich für die Interessen des Landkreises einsetzen“, sagte der 28-Jährige. „Ich bleibe im Kreistag und werde ständig mit Themen zu tun haben, die die Menschen vor Ort bewegen.“ Er plane auch ein Wahlkreisbüro im Kreis – in welcher Stadt, stehe noch nicht fest. Neben seinem Wohnsitz in Frankenberg werde er eine kleine Wohnung in Berlin mieten. Sein Dienstverhältnis bei der Bundeswehr werde vorübergehend ruhen.

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Quelle: HNA

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