Vortrag beim Neujahrsempfang des Mittelzentrums

Die Bundeswehr im Wandel

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Generalmajor Heinrich-Wilhelm Steiner (3. v.r.) hielt am Dienstagabend die Festrede beim Neujahrsempfang in der Battenberger Burgberghalle, hier mit Pfarrer Holger Balzer, dem Allendorfer Bürgermeister-Ehepaar Vera und Claus Junghenn, Steiners Ehefrau Ulrike, Battenbergs Bürgermeister Christian Klein und Ehefrau Heike.Fotos: Mark Adel

Battenberg - Gesellschaftliches Treffen, munteres Plaudern und ein informativer Vortrag: Nach diesem bewährten Konzept fand am Dienstagabend der Neujahrsempfang des Mittelzentrums Allendorf/Battenberg statt.

Per Handschlag begrüßten die beiden Bürgermeister Christian Klein aus Battenberg und Claus Junghenn aus Allendorf rund 400 Gäste in der Burgberghalle: Vertreter von Firmen, Vereinen, politischen Gremien, Kirchen und Glaubensgemeinschaften aus dem Mittelzentrum, außerdem Abgeordnete sowie Regierungspräsident Walter Lübcke und Landrat Reinhard Kubat. Neben Gästen aus Allendorf und Battenberg waren auch wieder einige Vertreter aus Bromskirchen und Hatzfeld vertreten.

„Bundeswehr zwischen Einsatzrealität und Neuausrichtung“ war Thema im Vortrag von Generalmajor Heinrich-Wilhelm Steiner. Er ist Kommandeur des Führungsunterstützungskommandos der Bundeswehr und lebt mit seiner Familie in Battenberg.

Der Einsatz von Militär alleine könne keine Ordnung und schon gar keinen Frieden schaffen. „In den meisten Lagen aber schaffen militärische Kräfte und Mittel die notwendige Sicherheit und damit die Voraussetzung für den Einsatz der anderen Instrumente zum Aufbau staatlicher Ordnung.“

Derzeit stießen Einsatzrealität und Neuausrichtung aufeinander. „Die Bundeswehr ist aber in der Lager, ihre Einsatzverpflichtungen zu erfüllen und auch imstande, sehr kurzfristig auf neue Herausforderungen zu reagieren“, sagte Steiner.

Die Gewinnung von Personal sei die Herausforderung - gerade nach der Abschaffung der Wehrpflicht. „Es muss niemand mehr zu uns kommen, und es muss auch niemand mehr bleiben.“ Die Bundeswehr müsse ein zeitgemäßer und attraktiver Arbeitgeber sein.

Christian Klein ging an seine Begrüßung auf das Weltgeschehen ein. „Wenn ich über die globalen Entwicklungen nachdenke, bin ich eigentlich froh, dass sich bei uns viele Dinge nicht geändert haben“, sagte er. Gleichwohl gebe es Entwicklungen in der Region, denen man sich stellen müsse. „Das betrifft den demografischen Wandel ebenso wie die finanzielle Situation der Gemeinden.“

In Waldeck Frankenberg lebten, wohnten und arbeiteten verschiedene Generationen, Nationalitäten, Hautfarben und Religionen zusammen. In vielen Ländern hingegen seien „verbrechen ungeahnten Ausmaßes und Grausamkeit unter dem Vorwand von Religionen“ an der Tagesordnung. Die Folgen sei ein Flüchtlingsstrom. „Das bringt auch für uns große Herausforderungen, die wir aber gemeinsam im Sinne aller Hilfesuchenden und unserer Bürger meistern werden.“

„Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob“: Auf die Jahreslosung ging Pfarrer Holger Balzer ein und bezog das ebenfalls auf die Flüchtlingsströme.

Für die musikalische Umrahmung sorgte der Battenberger Musikzug unter der Leitung von Rudi Strieder. Das Team der „Kupferkanne“ übernahm die Bewirtung.

Von Mark Adel

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