Karl-Heinz Wenzel feiert Chorleiterjubiläum

Ein buntes Festival der Wenzel-Chöre

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Den Frauenchor „Harmonie“ leitet Karl-Heinz Wenzel seit 26 Jahren. Die Damen präsentierten sich am Samstag mit einem LIed der Popgruppe „Die Prinzen“: Sie sangen unter Leitung von Karl-Heinz Wenzel vom „Mann im Mond“.Fotos: Frank Seumer

Frankenberg - Er ist Dirigent, Solosänger, Moderator und sogar Entertainer - und das seit 26 Jahren. Der Reddighäuser Karl-Heinz Wenzel hat sein Chorleiterjubiläum mit einem Benefizkonzert in Frankenberg gefeiert.

Bis auf den letzten Platz gefüllt war die Liebfrauenkirche am Samstagabend beim „Festival der Wenzel-Chöre“. Männer-, Frauen-, Kinder und gemischte Chöre leitet der 50-jährige Reddighäuser. Am Samstagabend präsentierten alle acht Chöre ihr hohes musikalisches Niveau. Wenzel stand über zwei Stunden ohne Pause am Dirigentenpult.

1986 übernahm der heutige Bundeschorleiter im Mitteldeutschen Sängerbund mit der Frankenberger „Harmonie“ seinen ersten Chor. Seit 1990 dirigiert er zudem die Chorgemeinschaft Reddighausen in seinem Heimatdorf. Gleich vier Chöre leitet Wenzel beim Birkenbringhäuser Männergesangverein. Alle zwei Wochen probt er mit dem Dynamis-Chor in Battenberg. Vor sechs Jahren übernahm Wenzel darüber hinaus den Männergesangverein im Marburger Stadtteil Marbach.

Mit dem Kanon „Halleluja“ eröffneten die insgesamt fast 200 aktiven Sänger am Samstagabend das Konzert. Danach sang der Kinderchor DoReMi aus Birkenbringhausen. Bei „All things bright und beautiful“ brillierten mehrere Solisten, Beate Kötter begleitete am Klavier.

Seit mehr als einem Vierteljahrhundert singt der Frankenberger Frauenchor „Harmonie“ unter Karl-Heinz Wenzel. Neu im Repertoire: „Der Mann im Mond“ von der Popgruppe „Die Prinzen“.

Die Chorgemeinschaft Reddighausen bot den Schlager „Aber dich gibt’s nur einmal für mich“. Der Männergesangverein Marbach besang „Spanische Nächte“, bevor der Meisterchor Männergesangverein Birkenbringhausen den Reinhard-May-Titel „Welch ein Geschenk ist ein Lied“ erklingen ließ. Mit mehr als 60 Sängern trugen die Männer aus Marbach und Birkenbringhausen gemeinsam die stimmungsvolle „Landerkennung“ vor, einer der Höhepunkte des Abends.

Markus Klöpfel begleitete danach Karl-Heinz Wenzel bei seinem Solovortrag „Granada“ am Klavier. Tosender Applaus belohnte den musikalischen Leckerbissen.

Die Sängerinnen und Sänger vom Chor „Dynamis“ begeisterten mit „La Nuit“ und dem Röddenauer Solisten Benedikt Huhn. Der Frankenberger Kantor Daniel Gardonyi begleitete „He ist always close you“ am Klavier. Gemeinsam mit der Chorgemeinschaft Reddighausen sang Dynamis „Wie kann es sein“ von den Wise Guys. Der Birkenbringhäuser Frauenchor, ebenfalls seit vielen Jahren Meisterchor, brachte den stimmungsvollen Titel „Shenandoah“ mit Kornelia Linne als Solistin mit der guten Akustik der Kirche zum Klingen. Zum Abschluss trat der vor neun Monaten gegründete Birkenbringhäuser Projektchor mit dem lebendigen Titel „The Scat Calypso“ und dem außergewöhnlichen „Hallelujah“ von Leonard Cohen auf.

Der Erlös des Konzerts ist je zur Hälfte für die Anschaffung neuer Mikrofone in der Frankenberger Liebfrauenkirche und für Kinderhilfsprojekte in Peru der Organisation „Dios es amor“ bestimmt.

von Frank Seumer

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