Kampfmittel-Sondierung

Für B252-Umgehung: Suche nach alter Munition in Burgwald

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Kampfmittelsondierung: Feuerwerker Dominik Broll drehte mit diesem Gerät seine Runden.

Autofahrer auf der Kreisstraße 117 nahe der Burgwaldkaserne staunten nicht schlecht: Ein Mann fuhr mit einem seltsamen Gerät über die Felder. 

Es war Feuerwerker Dominik Broll von der Firma PD Bohr- und Sondierungsgesellschaft aus Schwarzach/Main. Er drehte dort Runde um Runde über die Felder. Dabei erkundete er mit einem Messgerät mit Metalldetektoren den Untergrund auf Munitionsreste, Bombenblindgänger und militärische Altlasten aus dem Zweiten Weltkrieg.

Hintergrund der Aktion: Die Kampfmittel-Sondierungen westlich von Bottendorf erfolgten im Zuge der Voruntersuchungen für die geplante B-252-Umgehung Burgwald. Die B252 soll neu westlich an Ernsthausen sowie östlich an Wiesenfeld und Burgwald vorbei auf der Trasse der K117 zur B253 bei Frankenberg führen. 

Bottendorf soll über den Verbindungsweg an die B252 neu angeschlossen werden. Der Auftraggeber für die aktuelle Untersuchung ist das Straßen- und Verkehrsmanagement Hessen-Mobil.

Gefahr besteht immer 

Insgesamt drei Tage dauerten die Arbeiten von Dominik Broll und seinem Kollegen Simon Rückert. Zwei weitere Mitarbeiter der Kampfmittelgesellschaft mussten dabei mitunter auch mal ein Feld von Gebüsch und Gestrüpp befreien. Wie Broll erklärte, wird das Meßsystem speziell im Vorfeld von Baumaßnahmen eingesetzt. 

„Die Auftraggeber sichern sich mit diesen Untersuchungen vor unliebsamen Überraschungen mit alten Kampfmitteln ab“, erklärte Broll. „Die Gefahr besteht immer. Reste von Flieger- und Artilleriemunition können überall vorkommen.“

Vergrabene Kampfmittel 

Dabei erinnerte der gelernte Feuerwerker daran, dass deutsche Soldaten auf dem Rückzug am Ende des Zweiten Weltkriegs ihre Kampfmittel einfach irgendwo in der Landschaft verbuddelt hatten: „Die Sondierungsarbeiten sind insofern eine Vorsichtsmaßnahme von Hessen-Mobil zum Schutz der ausführenden Firmen.“

Ein Ergebnis seiner Arbeiten konnte Broll vor Ort noch nicht abliefern: „Die Daten werden aufgezeichnet und im Büro mit einer speziellen Software ausgewertet“, erklärte er. Ergebnisse seien erst in der kommenden Woche zu erwarten.

Info:Die B-252-Umgehung Ernsthausen/Bottendorf ist am Dienstag, 26. November, Thema in der Burgwalder Gemeindevertretersitzung ab 19 Uhr im DGH in Burgwald. 

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