Bürger-Solarpark für Burgwald

Burgwald will genossenschaftlich Sonne ernten

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Auf diesem Waldstück unterhalb der Firma Osborn könnte künftig ein Solarpark, wie der in Bromskirchen (kleines Foto), die Bäume ersetzen. Bürgermeister Lothar Koch plant ein genossenschaftliches Modell, von dem die Burgwalder profitieren. Foto: Kutsch/Arc

Burgwald - Gemeinsam mit den Einwohnern seiner Gemeinde möchte Burgwalds Bürgermeister Lothar Koch einen Solarpark errichten. In einer Informationsveranstaltung will er die Resonanz aus der Bevölkerung abklopfen.

Auf einer 2,8 Hektar großen Fläche gegenüber der Firma Osborn plant die Gemeinde einen Bürger-Solarpark. Laut Bürgermeister Lothar Koch ist das Grundstück für eine Photovoltaikanlage sehr gut geeignet. „Das Grundstück fällt nach Süden ab“, erklärt er. Derzeit ist es noch voller Bäume, die Fläche müsste gerodet werden. Allerdings gehört das baumbestandene Stück bereits seit den 90er Jahren zum angrenzenden Gewerbegebiet. „Wir haben mit verschiedenen Unternehmen gesprochen“, sagt der Bürgeremister. „Durch die Hanglage und die Infrastruktur eignet die Fläche sich aber nicht für einen Firmenbau.“

Eine Photovoltaikanlage auf dieser fast drei Hektar großen Fläche produziert laut Koch bis zu 2,5 Megawatt. Die Machbarkeit werde momentan geprüft, eine Fachfirma habe der Gemeinde aber bereits mitgeteilt, dass eine solche Anlage sehr rentabel wäre. Das Grundstück gehört Hessen-Forst - die würden laut dem Rathauschef die Fläche zur Verfügung stellen. Mit Banken, dem Genossenschaftsverband und Firmen, die einen solchen Solarpark bauen könnten hat Koch bereits gesprochen, der Ortsbeirat von Burgwald gab der Idee schon grünes Licht und auch der Ältestenrat der Gemeinde. Besonders wichtig ist Koch allerdings das grüne Licht seiner Bürger. In einer Versammlung am 15. Januar um 19 Uhr im Ernsthäuser Dorfgemeinschaftshaus will der Bürgermeister die Idee vorstellen - und auch das Konzept einer Bürgerbeteiligung über eine Genossenschaft.

„Wenn die Bürger der Gemeinde dabei sind, dann kann es ganz kurzfristig losgehen.“ Eine Entscheidung über den Bau könnte schon zwei Wochen später im Parlament fallen, eine Genossenschaft müsse dann noch gegründet werden. Koch betont, dass ohne die Bürger die Idee nicht umgesetzt werden soll - denn die Wertschöpfung soll den Bürgern und Unternehmen der Gemeinde erhalten bleiben. Jeder Burgwalder könne mitmachen. Das sei vor allem attraktiv für Hausbesitzer, die kein Photovoltaik auf dem eigenen Dach installieren können.

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