Auslandseinsätze und Geschichte des Bundeswehrstandortes

Burgwaldkaserne in Frankenberg öffnet militärgeschichtliche Sammlung für Besucher

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Ein Teil der Sammlung: Blick in den Ausstellungsbereich über Frankenberger Soldaten im Auslandseinsatz. 

Frankenberg. Technik, Auslandseinsätze, Geschichte: Dies und vieles mehr ist in der Militärgeschichtlichen Sammlung des Bataillons für elektronische Kampfführung in der Burgwaldkaserne in Frankenberg jetzt auch für die Bevölkerung zugänglich.

Die kostenfreie Ausstellung bietet Schulklassen, Vereinen und Gruppen unter anderem die Möglichkeit, Informationen über den Kalten Krieg allgemein und aus Sicht des Frankenberger Verbandes aus Erster Hand zu erfahren, teilte die Burgwaldkaserne in einer Pressemitteilung mit.

Anlässlich des 50. Jubiläums des Standortes Frankenberg im Jahr 2012 gab es eine Ausstellung über die Geschichte des Standortes. Unter der Regie von Hauptmann a.D. Horst Hönig bauten Oberstabsfeldwebel a.D. Kurt Muth sowie die Stabsfeldwebel a.D. Jaroslav Dohnal und Edgar Balzer mit viel Engagement Ausstellungsstücke und Schautafeln auf. Die positive Resonanz führte zu dem Entschluss, die Ausstellung als Militärgeschichtliche Sammlung aufrechtzuerhalten. Sie gehört mittlerweile offiziell zum Sammlungsverbund der Bundeswehr unter der Leitung des Militärgeschichtlichen Museums in Dresden. Die Ausstellungsbereiche werden ständig erweitert und überarbeitet.

Aktuell gliedert sich die Ausstellung in die Themen „Geschichte des Verbandes am Standort Frankenberg“ und „Auslandseinsätze“. Im ersten Bereich sind der Aufbau der Kaserne, beginnend mit dem Aufstellungsbefehl von 1959, der Einzug der ersten Soldaten sowie die Historie des Verbandes von 1962 bis heute dargestellt. Dazu gehören auch die Patenschaften des Bataillons mit ausländischen Verbänden, der Stadt Frankenberg sowie der einzelnen Kompanien mit ortsnahen Gemeinden. Im Bereich Technik gibt es Funkempfänger, beginnend aus den 60ern über Geräte aus dem Kalten Krieg bis zu modernen Aufklärungsgeräten.

2015 wurde die Ausstellung neu konzipiert und erweitert. Es wurde das zweite große Themengebiet Auslandseinsätze eingerichtet. Unter Leitung von Hauptmann a.D. Günther Eisenmann, den Oberstabsfeldwebeln a.D Rainard Dröge und Ulrich Schlidt und Stabsfeldwebel a.D. Edgar Balzer wurde die Ausstellung vergrößert. Unter anderem wurde ein Wohncontainer in Originalgröße nachgebaut und eingerichtet, um den Besuchern das Gefühl zu vermitteln, wie es sich über vier Monate mit drei Kameraden auf engstem Raum im Einsatz leben lässt. Mit Bildern und Utensilien werden den Besuchern Eindrücke von Einsätzen in Jugoslawien und Afghanistan nahegebracht. 

Öffnungszeiten

Die Ausstellung wird an mehreren Tagen im Jahr der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. An diesen Terminen besteht die Möglichkeit, die Ausstellung mit Führung zu besichtigen. Die Termine werden in der Presse veröffentlicht. Erster Termin ist der Internationale Museumstag am 19. Mai, von 9 bis 13 Uhr. 

Anmeldung: Tel. 06451/740210. Gruppen können sich zu individuellen Terminen anmelden

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