Gemeinsam viel auf den Weg gebracht

Burgwaldschule in Frankenberg: Rektor Helmut Klein geht in den Ruhestand

Dank für eine gute Zusammenarbeit, von links: Werner Rohleder, Vorsitzender des Fördervereins der Burgwaldschule, verabschiedete sich mit den Vorstandsmitgliedern Alfred Gschweng und Kurt Hönisch vom scheidenden Rektor Helmut Klein.
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Dank für eine gute Zusammenarbeit, von links: Werner Rohleder, Vorsitzender des Fördervereins der Burgwaldschule, verabschiedete sich mit den Vorstandsmitgliedern Alfred Gschweng und Kurt Hönisch vom scheidenden Rektor Helmut Klein.

Der Leiter der Frankenberger Burgwaldschule, Helmut Klein, geht in den Ruhestand.

Zeugniskonferenzen, Verabschiedung der 10er-Klassen, abschließende Verwaltungsarbeiten noch bis Ende Juli – dann wird Rektor Helmut Klein (65) in den Ruhestand gehen.

Insgesamt 17 Jahre lang war er Schulleiter der Frankenberger Burgwaldschule, einer vierzügigen Realschule mit heute 650 Schülerinnen und Schülern. Gern hätte er im Kreis seines großen Kollegiums mit 50 Lehrkräften, mit ehemaligen Kollegen und Wegbegleitern seine Verabschiedung offiziell gefeiert. „Aber das ist unter den geltenden räumlichen und hygienischen Bedingungen in Corona-Zeiten leider nicht möglich“, bedauerte er.

Wir hielten deshalb mit ihm Rückschau auf seine enge Verbundenheit mit dieser Schule und die Jahre, in denen er sie entscheidend mitprägte: Schon 1982 hatte der gebürtige Bottendorfer Helmut Klein nach dem Studium an der Universität Gießen als Referendar den ersten Kontakt mit der Burgwaldschule, gern wäre er an ihr geblieben. Doch in dieser Zeit wurden keine Lehrer mehr eingestellt, bundesweite Bewerbungen blieben erfolglos.

Helmut Klein arbeitete zunächst in der Kreisjugendpflege, bis es mit einer Lehrerstelle an der Grundschule Rosenthal klappte. Mit einem Zusatzstudium in Kassel qualifizierte er sich auch noch für das Lehramt an Grundschulen. Ab 1993 leitete er die Wigand-Gerstenberg-Schule in Frankenberg mit damals 270 Schülern.

„Es war schon ein großer Unterschied, als ich 2003 an der Burgwaldschule mit 920 Schülern und 58 Lehrkräften das Erbe meines Vorgängers Kurt Hönisch fortsetzen durfte“, erinnert sich Helmut Klein. Zu den besonderen Herausforderungen gehörte neben der pädagogischen Weiterentwicklung die äußere Umgestaltung der Burgwaldschule zur Ganztagsschule mit Mittagsangebot nach Profil 2, die Hausaufgabenbetreuung, Fördermaßnahmen sowie erweiterte Angebote im Wahl- und Freizeitbereich umfasste. Dazu war auch eine bauliche Erweiterung mit Cafeteria, Mediothek sowie Lern- und Ruheräumen notwendig. Hierbei wurde Helmut Klein mit seinem Kollegium vom Förderverein der Burgwaldschule beispielhaft unterstützt: Die Förderer übernahmen die Verantwortung für die Mittagsversorgung durch einen Caterer.

„Der Förderverein war seitdem im Schulleben noch einmal zusätzlich verankert“, sagte dessen Vorsitzender Werner Rohleder, der sich in dieser Woche mit Vorstandsmitgliedern von Rektor Klein verabschiedete. „Sie waren immer sehr aufgeschlossen gegenüber unseren Vorschlägen, und wir haben für diese Schule sehr viel gemeinsam auf den Weg gebracht“, lobte Rohleder.

Zu äußeren Veränderungen während der Dienstzeit Helmut Kleins zählten neben den Erweiterungsbauten auch die Schaffung einer zweiten Sporthallenfläche, die Umgestaltung des Schulhofs und die Anlage eines Kleinsportfeldes. Das Profil der Realschule wurde erweitert durch besondere Angebote zur Berufsberatung, Schulsozialarbeit, Informatik und Inklusion von Schülern mit speziellem Förderbedarf. Wegen ihrer internationalen Umweltprojekte wurde sie mit dem Titel „Umweltschule“ ausgezeichnet.

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