Burschenschaft Ernsthausen beim traditionellen „Neujahrsplatzen“

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Winterlich eingepackt: Einige der jungen Ernsthäuser, die mit Peitschen durch den Ort zogen.

Ernsthausen. Die Ernsthäuser Burschenschaft war wieder zum Platzen unterwegs. Mit Peitschen, Schnaps und Gläsern zogen sie durch den Ort und zeigten ihre Künste im Peitschenschlagen. Die Ernsthäuser ließen sich nicht lumpen und dankten den jungen Männern auch mit Geldspenden.

Die Tradition des Platzens wird in vielen Orten der Region noch gepflegt – immer am 27. Dezember, dem Tag an dem früher die Mägde die Höfe wechselten und mit Peitschenknall begleitet wurden. Später zog die Burschenschaft zu den Häusern, in denen ledige Töchter wohnten. Der Vater trank dann mit den Burschen einen Schnaps und hoffte, dass sich seine Tochter für einen der jungen Männer erwärmen würde, falls sie nicht schon einen Liebsten hatte.

Heute wird dieser Brauch in Ernsthausen nicht mehr so ernst genommen. Mittlerweile wird bei allen Bürgern geplatzt, die das möchten. Natürlich bekam auch diesmal jeder, der wollte, einen Schnaps eingeschenkt.

Von einem Teil des Geldes wurde am Montag Abend in der Ernsthäuser Grillhütte eine Feier ausgerichtet. Aber den Großteil des eingenommenen Geldes stiftet die Burschenschaft wieder einer gemeinnützigen Einrichtung in Ernsthausen. (sg)

Quelle: HNA

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