Kirmes in Laisa

Burschenschaft versteigert Kirmesschnüre

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Sie lassen ihre Schnüre versteigern: Noelle Schenk, Jacqueline Noll, Anne Schäfer und Teresa Arnold (v. v. l.) halten bestickte Borten in der Hand, die bei der Kirmes am 29. August versteigert werden. Für das Foto haben sie alte Schnüre genommen, da die Jungen vorher nicht wissen sollen, welchem Mädchen welche Schnur gehört. Hinten: Burschenschaftsvorsitzender Jan Isenberg. Foto: zpd

Battenberg-Laisa. - Aufgrund des Rückersfestes feierte die Laisaer Burschenschaft die letzte Kirmes vor vier Jahren. Ende August hat das warten dann ein Ende. Der eigentliche Startschuss fällt aber schon am morgigen Samstag.

Die Laisaer Burschenschaft stellt am morgigen Samstag, 1. August, den Kirmesbaum am Sportplatz auf. Damit fällt der Startschuss für die traditionelle Kirmes, die vom 28. bis 30. August in Laisa gefeiert wird.

1995 hatte die Dorfjugend die Tradition der Kirmes nach 25 Jahren Pause wiederbelebt. Seitdem wird das Fest etwa alle zwei Jahre in einem großen Zelt am Sportplatz gefeiert. Wegen des Rückersfestes im Jahr 2013 fand die letzte Kirmes vor vier Jahren statt. Deshalb sind diesmal einige Jungen und Mädchen zum ersten Mal dabei, die 2011 noch nicht konfirmiert waren. Denn das ist Voraussetzung, um bei der Burschenschaft mitzumachen. Wer verheiratet ist, gehört nicht mehr dazu.

Versteigerung als Höhepunkt

Die Versteigerung der Kirmesschnüre ist der Höhepunkt der dreitägigen Kirmes. Die Schnüre sind bestickte Trachtenborten. Sie werden in der Nacht nach dem Aufstellen des Kirmesbaums bei den Mädchen eingesammelt - diesmal also in der Nacht auf den 2. August. Die Laisaer Burschen gehen mit einem kleineren Tannenbaum zu den Häusern der Mädchen, die die Schnüre dort anbinden. Welche Schnur welchem Mädchen gehört, lässt sich in der Dunkelheit nur erahnen.

Das Geheimnis wird erst am Kirmessamstag gelüftet. Im Festzelt werden die Schnüre meistbietend unter den jungen Männern versteigert, ohne dass jemand weiß, welche Schnur für welches Mädchen steht. Anders als bei der Mädchenversteigerung des Laisaer Rückersfestes, wo von den jungen Laisaer Männern in einer geheimen Sitzung direkt auf die Mädchen geboten wird, dürfen bei der Kirmes auch Auswärtige mitbieten. Sind alle Schnüre an den Mann gebracht, kommen die jungen Frauen auf die Bühne und fordern den Burschen, der ihre Schnur ersteigert hat, zum Tanz auf. 20 Mädchen lassen ihre Kirmesschnüre in diesem Jahr versteigern. Teresa Arnold war vor vier Jahren zum ersten Mal dabei: „Das war lustig und ein bisschen aufregend“, sagt die 20-Jährige. Für sie war es selbstverständlich, wieder mitzumachen.

Anne Schäfer macht zum ersten Mal bei der Kirmes mit. „Aus Tradition“, sagt die 17-Jährige, die sich sicher ist, dass es Spaß machen wird, zu sehen, wie die jungen Männer im Festzelt Geld auf die Kirmesschnüre bieten.

Donau-Power zu Gast

Ansonsten soll am Kirmeswochenende viel gefeiert werden. Dafür haben die Laisaer die ungarische Stimmungsband Donau-Power engagiert, die schon vor vier Jahren und beim Rückersfest für ein volles Zelt gesorgt hatte. Zunächst aber muss am Samstag der Kirmesbaum am Festplatz aufgestellt werden. Mit seinen bunten Stoffbändern soll er vier Wochen lang auf die Kirmes hinweisen. Zum Aufstellen mit Essen und Getränken lädt die Burschenschaft ab 19 Uhr alle Laisaer und Auswärtige ein. (zpd)

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