Nach Irrfahrt in Battenberg

Nach Busunfall: Firma soll keine Schüler mehr fahren

Battenberg. Nach dem Busunfall mit einem alkoholisierten Busfahrer am Dienstag in Battenberg fordern schockierte Eltern Konsequenzen. Die werde es auch geben, kündigte der Nordhessische Verkehrsverbund (NVV) an, der für diese Buslinie zuständig ist.

„Wir erwarten, dass der Vertrag mit dem Busunternehmen gekündigt wird“, sagte Sprecherin Sabine Herms.

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Die Busfirma aus dem Oberen Edertal fährt als Subunternehmen für die „DB Busverkehr Hessen GmbH“ (BVH), eine Busfirma der Deutschen Bahn. Die BVH soll diesen Vertrag nun beenden und für Ersatz sorgen – „mit vernünftigen Fahrern und sicheren Bussen. Das erwarten wir“, so Herms.

Mittlerweile steht die Zahl der Schüler fest, die sich in dem Bus befanden: 28. Bis auf zwei waren alle ausgestiegen, als der 63-jährige Fahrer zwischendurch auf Verlangen der Kinder angehalten hatte. „Wir haben unsere Schüler in der Pause zusammengetrommelt und mit ihnen über die Ereignisse gesprochen. Wir überlegen, auch Schulpsychologen einzusetzen“, sagte Reinhold Gaß, Leiter der Gesamtschule.

Verständnis zeigte er für die Proteste der Eltern: „Da würde ich auch auf die Barrikaden gehen.“ Nach seiner Ansicht ist nun der Kreis gefragt. „Ich gehe davon aus, dass der Schulträger Konsequenzen zieht.“ Das Thema soll am Montag im Kreistag behandelt werden. (off/jpa)

Bilder vom Unfallort

Chaos-Fahrt mit Schulbus in Battenberg

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Quelle: HNA

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