Kulturring in Frankenberg

Candle-Light-Dinner mit Tütensuppe

Frankenberg - Im schrillen Kittel, mit Lockenwicklern und pinken Strumpfhosen präsentiert sich "Lilli" dem Frankenberger Publikum. Das ist sofort begeistert von der fröhlich-frechen und ein bisschen altklugen Art der alleinstehenden Restaurantbesitzerin und lacht sich zwei Stunden durch das Programm.

Die Lacher hat „Tante Lilli“ schon auf ihrer Seite, als sie 7000 Menschen in der Ederberglandhalle begrüßt. Die Halle ist zwar fast ausverkauft, die Besucherzahl von der Kabarettistin allerdings leicht übertrieben. Von da an stimmt die Chemie zwischen „Lilli“ alias Guido Klode und dem Publikum. Beide Seiten haben sichtlich Spaß an dem abendfüllenden Programm. Das ist ziemlich kurzweilig, denn die Witze haute „Lilli“ Schlag auf Schlag raus - und wenn sie nicht gerade freche Sprüche und altkluge Weisheiten präsentiert, singt, tanzt und zaubert sie für die Frankenberger.

Dabei gräbt sie direkt Thomas aus der ersten Reihe an. Denn „Lilli“ ist frisch von ihrem Günther getrennt. Im Schlafzimmer war ohnehin verkehrsberuhigte Zone. Aber die Augen von Thomas gefallen „Lilli“, die mit der Männersuche ziemlich Pech hat. „Die Männer, die mich interessieren, sind unter der Haube, unter der Erde oder unter 30“, erklärt sie dem grölenden Publikum. Dabei ist „Lilli“ doch häuslich, ehrlich und muss nachts nur einmal raus. Und sie achtet auf die inneren Werte - zum Beispiel Cholesterin.

Damit die Männer immer wieder zu ihr zurück kommen, hat „Lilli“ ein Gulaschrestaurant eröffnet, indem sie so allerhand erlebt. Daran und an ihren Verabredungen mit Lothar mit dem Herzschrittmacher und dem fast blinden Norbert lässt sie die Zuhörer teilhaben. Das Date mit einem Arzt ging in die Hose, weil dieser das halbe Hähnchen wiederbeleben wollte, der Friseur hingegen massierte den Salat beim Waschen zu lange.

Mehr zu dem unterhaltsamen Abend lesen Sie in der Freitagsausgabe der Frankenberger Zeitung.

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