Chance für zweiten Arzt in Allendorf-Eder?

Allendorf-Eder. Nach dem Bedarfsplan für die ambulante vertragsärztliche Versorgung bestünde die Möglichkeit, dass sich ein zweiter Hausarzt in Allendorf niederlässt. Das sagte Bürgermeister Claus Junghenn im Gemeindeparlament auf Anfrage der CDU-Fraktion.

Bei den Hausärzten bestehe ein Versorgungsgrad von unter 75 Prozent. Dies bedeute 3,5 freie Niederlassungsplätze für den Bereich des Mittelzentrums Allendorf/Battenberg. Demnach könnte sich ein weiterer Hausarzt in Allendorf niederlassen.

Claus Junghenn erinnerte daran, dass es vor neun Jahren Bemühungen gab, einen zweiten Hausarzt nach Allendorf zu holen. „Das ist damals an der Kassenärztlichen Vereinigung gescheitert“, sagte der Bürgermeister. Damals habe es einen Bewerber gegeben. „Jetzt gibt es keine Interessenten mehr, die aufs Land gehen möchten.“

Junghenn verwies auf eine Initiative des Landkreises, der mit dem Projekt „Gesundheit schafft Zukunft“ und dem Internetportal „Landarzt werden.de“ versuche, jungen Medizinern die Tätigkeit im ländlichen Raum schmackhaft zu machen. Dabei würden Medizinstudenten schon an der Uni kontaktiert. Man biete den jungen Ärztinnen und Ärzten günstige Immobilien und Verbundweiterbildungen an. Auch trage man Sorge dafür, das Thema Familie und Job zu organisieren. (off)

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Quelle: HNA

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