Wiesenfeld

Chemie im Burgwalder Trinkwasser

- Burgwald-Wiesenfeld (rou). Im Wiesenfelder Brunnen, der drei Ortsteile der Gemeinde Burgwald sowie die Gemeinde Allendorf mit Frischwasser versorgt, ist die Chemikalie Tetrachlorethan festgestellt worden.

Das Trinkwasser aus dem Wiesenfelder Brunnen darf seit dem Jahr 2007 nur aufgrund einer Ausnahmegenehmigung nach Wiesenfeld, Birkenbringhausen, Burgwald sowie in die Gemeinde Allendorf gepumpt werden. Bei Untersuchungen wurden die in der Trinkwasserverordnung definierten Grenzwerte für Trichlorethen dreimal überschritten. Die Gemeinde beauftragte daraufhin mehrere Gutachten. Eines von vier Laboren hat inzwischen festgestellt, dass das Trichlorethen nur Ergebnis eines chemischen Prozesses von Tetrachlorethan ist. Und dieser Stoff gilt als hochgiftig. Er wurde früher als Lösungsmittel verwendet. Weil Wasserverunreinigungen durch die Chemikalie bislang unbekannt sind, muss Trinkwasser darauf nicht überprüft werden. Grenzwerte sind nicht definiert. Nach Einschätzung des Umweltbundesamtes besteht aufgrund der festgestellten Menge kurzfristig keine akute Gefahr für Menschen. Die Gemeinde Allendorf wurde dennoch vom Netz genommen. Für die drei Burgwalder Ortsteile bereitet die Gemeinde eine Notversorgung vor. Sollte sich herausstellen, dass durch das Trinkwasser doch eine Gesundheitsgefahr für die Menschen ausgeht, wird auch der Wiesenfelder Brunnen vom Netz genommen.

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