Frankenberg

Christian Kesper aus dem aktiven Schuldienst verabschiedet

- Frankenberg (md). Langanhaltender Applaus, unzählige Worte des Dankes und gute Wünsche – all das gaben gestern viele Menschen dem Leiter der Hans-Viessmann-Schule, Christian Kesper, mit auf den Weg in die neue Phase seines Lebens: Der Diplom-Ingenieur, Lehrer und Schulleiter geht in die Ruhephase der Altersteilzeit und wurde gestern Vormittag feierlich verabschiedet.

In der Aula der Hans-Viessmann-Schule hatten sich unter anderem Schulleiter-Kollegen, Vertreter von Ausbildungsbetrieben, der Politik, des Studienseminars, Lehrerkolleginnen und -Kollegen sowie Schüler zusammengefunden, um ihm Anerkennung und Respekt zu zollen und sein berufliches Lebenswerk zu würdigen. Christian Kesper war zunächst Leiter der Bad Wildunger Berufsschule. Als im Jahr 2002 die Berufsschule der Badestadt mit der Frankenberger Berufsschule zur „Hans-Viessmann-Schule“ fusionierte, übernahm Kesper die Gesamtleitung – eine Mammutaufgabe, für die sich bislang noch kein Nachfolger gefunden hat, erklärte sein Stellvertreter Matthias Bank, der kommissarisch die Leitung der Schule übernommen hat. Nach der Fusion habe Kesper durch seinen Einsatz beide Schule zukunftsfähig gemacht lobte er. Dr. Walter Lohmeier, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Kassel, hob Kespers „herausragendes Engagement für die Schule“ mit einem „Höchstmaß an Kompetenz, Offenheit, Kritikbereitschaft und Kreativität“ hervor. Die Viessmann-Schule sei das Kompetenzzentrum für Ausbildung und Zukunft der Region geworden, unterstrich er, Kesper habe immer besondere Kontakte zu Handwerk und Wirtschaft gehalten. „Die Wirtschaft wird Sie in jeder Weise vermissen“, richtete er an Kesper. Ulrich Mütze, stellvertretender Kreishandwerksmeister Waldeck-Frankenberg, hob ebenfalls lobend die enge Zusammenarbeit zwischen „Kespers Schule“ und dem Handwerk hervor und sagte: „Danke für die geleistete Arbeit; Sie haben weit mehr als Ihren Job getan“. Christian Kesper habe immer ein offenes Ohr für die ausbildenden Handwerksbetriebe gehabt und mit vielen Projekten und Aktionen sehr zur Bildung der Schülerschaft beigetragen. Dadurch habe er sich Anerkennung und Respekt verschafft, dankte Kurt Biebighäuser, Ehrenvorsitzender der Fördervereinigung der Hans-Viessmann-Schule. „Viel Gutes bewirkt“ „Christian Kesper hat viel Gutes auf den Weg gebracht“, betonte Heinrich Heidel, Vizepräsident des Hessischen Landtags. Der Landkreis Waldeck-Frankenberg lebe davon, dass er viele Menschen habe, die gut gebildet sind und die Zukunft gestalten könnten. Dass dem so sei, dafür habe Schulleiter Christian Kesper viel beigetragen, unterstrich Frankenbergs Bürgermeister Christian Engelhardt. Kesper habe die Schule zukunftsfähig gemacht und den Standort Frankenberg gestärkt, sagte Engelhard anerkennend und überreichte ihm die Silbermünze der Illerstadt. Bürgermeisterkollege Volker Zimmermann aus Bad Wildungen sagte, Kesper habe zunächst als Leiter der Bad Wildunger Berufsschule und später der Hans-Viessmann-Schule auch für die Badestadt Gutes bewirkt. Er habe mit positivem Geist, gradliniger Haltung, Verlässlichkeit und Verantwortungsbewusstsein gewirkt und damit unter Beweis gestellt, dass nicht ein Amt entscheidend sei, sondern der Mensch, der das Amt bekleide. Ömer Balkaya, Schulsprecher der Hans-Viessmann-Schule sagte: „Wir wissen zu schätzen, dass Sie stets bereit waren, für die Schüler zu wirken. Sie zeigen uns, dass Ihr Herz mit und für die Hans-Viessmann-Schule schlägt und hoffen, dass das auch weiterhin so bleibt“. Matthias Decker, Personalrat der Viessmann-Schule, umriss in einer mit Humor gespickten Rede die Führungsqualitäten von Christian Kesper. Er sei ein Mensch, der seine Meinung klar sage. Kesper habe viel Lebensenergie, Zeit und Elan in die Viessmannschule gesteckt, sie mit hoher Stabilität durch ein schwieriges Spannungsfeld gelotst und sie gut aufgestellt. Landrat Dr. Reinhard Kubat unterstrich, Christian Kesper habe die Schule immer auf der Höhe der Zeit gehalten, inhaltliche Akzente gesetzt und hinterlasse in jeder Hinsicht ein gut bestelltes Haus. Die Entlassungsurkunde überreichte Doris Braun-Grimmelbein, Leitende Schulamtsdirektorin des Staatlichen Schulamtes für den Schwalm-Ederkreis und den Landkreis Waldeck-Frankenberg. Sie skizzierte den beruflichen Lebensweg von Christian Kesper nach und lobte: „Sie sind aufgeschlossen für Neues, flexibel, interessiert, neugierig und haben Kraft für innovative Entwicklung“. Schon früh habe Kesper erkannt, wie wichtig die Integration von ausländischen Schülern sei und sich entsprechend fortgebildet. Neue Bildungsgänge Unter seiner Leitung seien viele neue Bildungsgänge etabliert und Projekte umgesetzt worden, nannte sie unter anderem Hessencampus, Aktionen mit anderen Schulen und das Modellprojekt „Selbstverantwortung Plus“, das auch von anderen Redner schon erwähnt worden war. Hervor hob sie Kespers „pädagogisches Verständnis und verantwortungsbewusstes Führungshandeln“. Als Geschenk überreichte sie dem passionierten Radfahrer einen Fahrradhelm mit dem Emblem der Viessmann-Schule. Auf die feierlichen Würdigungen reagierte Christian Kesper, sichtbar bewegt, seinerseits mit Dank. Dazu nannte er explizit viele Namen von Menschen und Institutionen. Ohne die Unterstützung von vielen Seiten wäre die Schule nicht geworden, was sie heute sei. Besonders dankte er den Schülern und ihren Eltern, dass sie immer Vertrauen in die Schule gesetzt hätten. Er dankte dem gesamten Team der Viessmann-Schule, besonders engen Mitarbeitern auch mit Geschenken, für das Engagement. „Wir sind ein gutes Team. Wir haben einiges gemeinsam auf den Weg gebracht, die Schule gut aufgestellt, darauf können wir gemeinsam stolz sein,“ betonte er. Er dankte auch seiner Familie für die Unterstützung.Er gehe mit einem weinenden Auge. Die Jugend sei viel besser als ihr Ruf, unterstrich er und schloss mit den Worten: „Es gibt nichts Schöneres als täglich mit jungen Menschen zusammen zu arbeiten und an ihrem Gedeihen mitzuwirken.

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