Comedian „Maddin“ Schneider unterhielt 300 Zuschauer in der Ederberglandhalle

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Mittendrin: Nach seiner Show posierte Maddin Schneider (weißes Hemd) mit seinen Fans für ein Erinnerungsfoto.

Frankenberg. Dumm babbele, Wurzel-Chakra und hessischer Sonnengruß: Als spiritueller Dialekt-Guru präsentierte sich Komiker Martin Schneider alias „Meister Maddin“ am Donnerstagabend vor knapp 300 Zuschauern in der Frankenberger Ederberglandhalle.

Wer danach nicht „häppy bis unters Käppi“ war, dem konnte nur noch „Babbel-Yoga“ helfen – doch dieser Kurs von Maddin war leider schon ausgebucht.

„Loggär und leicht“ unterhielt der aus dem Fernsehen bekannte Comedian das Frankenberger Publikum mit einem zweistündigen Programm in breitem Hessisch. Denn: „Heeessisch macht en schöne Mund“ und „Babbele ist pure Wellness – wie Baaaadeschaum“, so Maddin, der sich gerade erst von einer „sehr schweren Liebeskummer-Burnout-Depression“ in Verbindung mit „Schnuppe“ erholt hatte und auf der Bühne offensichtlich immer noch die Trennung von seiner „damaligen zukünftigen Ex“ verarbeitete. „Die wollte, dass ich mir einen neuen Schlafanzug kaufe. Dabei ist ein hellblauer Frotteeschlafanzug doch zeitlos, oder?“

Da Psychologen sowieso bis heute nicht wüssten, warum Frauen „so komisch“ sind, hielt Maddin es lieber mit seiner „Omma“, die immer gesagt hatte: „Bevor ich mich aufrech, is mir’s egal.“

Seine Omma sei – obwohl sie aus Burgholzhausen stammte – „ein bisschen buddhistisch angehaucht“ gewesen. In dem Wort Omma stecke ja auch „om“. Die Lebensweisheiten seiner leider bereits verstorbenen Omma zogen sich übrigens wie ein roter Faden durch das Programm. Weitere Kostproben waren: „Man kann sich drehe so viel man will – man hat de Arsch immer hinne“. Oder: „Man soll nie mit Butter auf de Kopp in die Sonne gehen.“

Nach der Pause, in der Maddin sich „enerscheisig“ wieder aufgeladen hatte, ging es um den hessischen Sonnengruß, bei dem man sich – möglichst auf dem Balkon – auf sein „Wurzel-Chakra“ konzentrieren solle. „Wurzel-Chakra ist da, wo der Rücken seinen anständigen Namen verliert – da wo das Schwänzchen abgefallen ist.“

Gegen das ständige Älterwerden wusste Maddin allerdings auch keinen Rat. „Schönheitsschlaf macht bei mir keinen Sinn: Je länger ich schlafe, desto schlimmer seh ich aus“, so seine Erfahrung.

Und auch mit seinen „versauten Nachbarinnen“, die ihn per Internet kontaktieren und ihn „kennenlernen wollen“, hatte Maddin nur Ärger.

Beim Lach-Yoga-Kurs, dessen Leiter ihn aus einem früheren Leben zu kennen schien, kam Maddin schließlich die Erleuchtung: Er war schon mal auf der Welt gewesen als indischer Maharadscha. „Deswegen sitze ich auch so gerne im Schneidersitz.“

Von Susanna Battefeld

Quelle: HNA

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