Urteil: Mann aus Frankenberger Land hat Recht auf Contergan-Rente

Waldeck-Frankenberg. Im Fall eines Contergan-Geschädigten aus dem Frankenberger Land ist am Verwaltungsgericht Köln am Dienstag eine bundesweit bedeutende Entscheidung gefallen: Der seit 1981 als contergan-geschädigt anerkannte 49-Jährige verliert seine Contergan-Rente nicht, die ihm die Contergan-Stiftung 2011 aberkannt hatte.

Während der Verhandlung hatten die Richter durchblicken lassen, dass bloß aufgrund neuer Gutachtermeinungen und ohne neue wissenschaftliche Erkenntnisse die Einstellung der Rentenzahlungen wohl nicht rechtens sei. Daraufhin zog die Contergan-Stiftung ihren Aberkennungsbescheid zurück. Ein Urteil erging somit nicht, das Verfahren wurde eingestellt.

Aus Sicht des „Bundes Contergan-Geschädigter und Grünenthalopfer“ war das Verfahren von hoher Bedeutung: „Es ging um die Frage, ob und wann Contergan-Geschädigte beim Stellen eines Revisionsantrages darauf vertrauen können, dass die Contergan-Stiftung ihre Contergan-Schädigung nicht in Zweifel ziehen kann.“

Der VdK-Sozialverband Hessen-Thüringen hatte sich für sein Mitglied eingesetzt. „Wir sind überglücklich über diese Entscheidung. Für meinen Mandanten wie für alle Contergan-Geschädigten in Deutschland ist das ein großer Erfolg“, sagte VdK-Anwältin Karin Buder-Heckert, die den 49-Jährigen in Köln vertrat.

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Von Jörg Paulus

Quelle: HNA

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