Neuer Jugendreferent in Hatzfeld

"Coole Jugendarbeit" mit Jesus Christus

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Tobias Wulff ist neuer Jugendreferent in Hatzfeld. Am Samstag stellt er sich mit einem Fest vor. Finanziert wird er von drei christlichen Organisationen in der Burgstadt.Foto: Mark Adel

Hatzfeld - Kindergottesdienst, Jungschar, Konfirmation - und dann ist für die Jugendlichen in den meisten Fällen das Thema Kirche beendet. Diese Lücke will Tobias Wulff schließen und in Hatzfeld ein neues Angebot rund um Jesus Christus aufbauen.

Erstmals beschäftigen in Hatzfeld drei kirchliche Gruppierungen gemeinsam einen Mitarbeiter für die Jugendarbeit. Wulff übernimmt im Auftrag der Kirchengemeinde, der evangelischen Gemeinschaft und des CVJM eine halbe Stelle mit 20 Wochenstunden. Die restliche Zeit ist er wie bisher in der Gemeinde Eckelshausen bei Biedenkopf als Jugendreferent angestellt.

In Hatzfeld ist er den Kindern und Jugendlichen schon gut bekannt: Seit Anfang 2011 war er als Schwangerschaftsvertretung von Anna Rüttger in der Kirchengemeinde für Kinder- und Jugendarbeit verantwortlich - und hat einen so positiven Eindruck hinterlassen, dass sich die drei Gruppen gemeinsam entschlossen, ihn zu behalten. Die Stelle wird ausschließlich über Spenden finanziert. Pfarrerin Gudrun Ungerer hofft, dass möglichst viele Hatzfelder Geld spenden, um die Jugendarbeit in der Stadt dauerhaft zu sichern. Unter anderem will Tobias Wulff die Jungenjungschar wieder ins Leben rufen - eine solche Gruppe gibt es bislang nur für Mädchen ab dem Grundschulalter.

„Ich will die Jugendgottesdienstarbeit ausbauen“, sagt der 26-Jährige, der aus Hagen in Niedersachsen stammt und am CVJM-Kolleg in Kassel ausgebildet wurde. Vor allem die Jugendlichen ab der Konfirmation sollen einen neuen Treffpunkt haben. Eine solch intensive Begleitung der Gruppen habe bisher gefehlt, sagt Ungerer.

Wie wichtig gute christliche Jugendarbeit ist, weiß Wulff aus der eigenen Erfahrung. Er hat sich schon in seiner Heimatgemeinde engagiert. „Doch der Glaube wurde da nie so richtig thematisiert. Was Gott und Jesus bedeuten, habe ich erst auf einer Sommerfreizeit erfahren.“ In Tobias Wulff wuchs der Wunsch, selbst eine so, wie er sagt, „coole Jugendarbeit“ zu machen. „Ich will Jesus Christus als starkes Vorbild der Kinder und Jugendlichen im Alltag zeigen“, sagt der 26-Jährige.

In Hatzfeld will er die bisherige Arbeit fortsetzen und intensivieren. Das Interesse bei den Jugendlichen ist da, sind auch Pfarrerin Ungerer und Michael Kraus vom Kirchenvorstand überzeugt. Als Beispiel nennen sie die Jungscharevents, die bisher etwa einmal monatlich stattgefunden haben und von bis zu 45 Mädchen und Jungen besucht werden. „Er hat eine Magnetwirkung bei den Kindern und Jugendlichen“, lobt Gudrun Ungerer den 26-Jährigen. Neben Tobias Wulff gibt es weitere ehrenamtliche Mitarbeiter. Sie hätten nun einen Ansprechpartner, der sie unterstützt, sagt Gudrun Ungerer. Wulff will auch Weiterbildungsangebote vorstellen.

Die drei Kirchengruppen haben den „Förderkreis zur Unterstützung der christlichen Kinder- und Jugendarbeit“ gegründet. Mit einem Fest am Samstag, 23. Juni, an der Grillhütte werden die geplanten Neuerungen in der Kinder- und Jugendarbeit vorgestellt (siehe Kasten).

Die bisherige Jugendreferentin Anna Rüttger wird im Gottesdienst am 1. Juli ab 10.35 Uhr in der Hatzfelder Stadtkirche verabschiedet.

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