Polizei warnt vor neuer Masche

Corona-Trick: Bankkunde aus Waldeck-Frankenberg hätte beinahe 14.000 Euro verloren

ILLUSTRATION - Eine SMS, in der eine sogenannte "mobileTAN" zur Verifikation von Banküberweisungen angezeigt wird steht am 12.06.2017 in Berlin auf dem Display eines Handys. Beim Online-Banking lassen sich etliche Kunden ihre Transaktionsnummern (TAN) per SMS aufs Handy schicken - der Bundesgerichtshof (BGH) klärt am Dienstag (ab 9.00 Uhr), ob Institute dafür extra kassieren dürfen. (zu dpa "BGH klärt: Müssen Bankkunden für ihre SMS-TAN extra bezahlen?" vom 12.06.2017) Foto: Lino Mirgeler/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ | Verwendung weltweit
+
Symbolfoto einer Onlineüberweisung

Die Polizei warnt, dass Betrüger derzeit die Corona-Verunsicherung der Menschen ausnutzen, um an Onlinebanking-Daten zu gelangen. Es gibt bereits einen Fall in Waldeck-Frankenberg. 

Die Polizeidirektion in Korbach warnt deshalb vor folgender Masche - so geschehen in Waldeck-Frankenberg: Ein Mann meldet sich am Telefon und gibt sich als Bankmitarbeiter aus. Im Display erscheint auch die Nummer seiner Bank. Der Mann überzeugt den Angerufenen davon, dass seine Gültigkeit des Online-Bankings Ende März auslaufe und das Zertifikat erneuert werden müsse. Eigentlich müsse man dazu die Filiale aufsuchen, aber aufgrund der Corona-Pandemie werde dies zurzeit telefonisch erledigt. 

Nachdem der vermeintliche Bankangestellte dem Opfer ein paar persönliche Details genannt hatte, las der Angerufene seine TAN (Transaktionsnummer) vor und der Bankangestellte bestätigte, „dass nun alles wieder in Ordnung sei“. 

Da der Angerufene noch am selben Abend eine Überweisung tätigen wollte, sah er im Onlinebanking, dass für den Folgetag eine Überweisung in Höhe von fast 14.000 EUR angewiesen war, die er nicht veranlasst hatte. Er war sich sicher, dass dies im Zusammenhang mit dem Anruf stehen musste. 

Er ließ sofort das Konto sperren, die Überweisung wurde nicht ausgeführt, so dass letztlich kein Schaden entstanden ist, berichtete die Polizei. Polizeiliche Ermittlungen haben ergeben, dass die Überweisung ins Ausland geflossen wäre.

Tipps der Polizei

  • Geldinstitute werden solche Telefonate niemals durchführen oder Sie am Telefon nach persönlichen Daten fragen oder auffordern, Daten ins Internet einzugeben - auch nicht, um der Sicherheit willen. 
  • Lassen Sie sich nicht durch die angezeigte Telefonnummer täuschen. 
  • Geldinstitute fordern grundsätzlich keine vertraulichen Daten per E-Mail oder per Telefon oder per Post von Ihnen an. Wenn Sie sich unsicher sind, halten Sie in jedem Fall Rücksprache mit Ihrer Bank. 
  • Übermitteln Sie keine persönlichen oder vertraulichen Daten (bspw. Passwörter oder Transaktionsnummern). 
  • Geben Sie persönliche Daten nur bei gewohntem Ablauf innerhalb der Online-Banking-Anwendung Ihres Geldinstituts an. Sollte Ihnen etwas merkwürdig vorkommen, beenden Sie die Verbindung und kontaktieren Sie Ihre Bank. 
  • Kontrollieren Sie regelmäßig Ihren Kontostand sowie Ihre Kontobewegungen. So können Sie schnell reagieren, falls ungewollte Aktionen stattgefunden haben.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unterwww.polizei-beratung.de.

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare