Standort im Landkreis noch offen

Corona: Waldeck-Frankenberg bekommt eigenes Impfzentrum

Test von Corona-Impfstoff
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Symbolbild Impfung

Auch im Landkreis Waldeck-Frankenberg wird es ein Impfzentrum für Impfungen gegen das Coronavirus geben. Das Land Hessen hat am Montag eine Strategie für die Massenimpfungen vorgestellt.

Waldeck-Frankenberg – Ab spätestens Mitte Dezember sollen Impfzentren in Hessen ihren Betrieb aufnehmen. Das teilten Ministerpräsident Volker Bouffier, Sozialminster Kai Klose und Innenminister Peter Beuth in einer Videokonferenz mit.

In Hessen soll es 26 Zentren geben – eine Einrichtung pro Landkreis und kreisfreie Stadt. Im besten Fall sogar 30 Zentren, teilte Bouffier mit. Landkreise und kreisfreie Städte bekamen aus Wiesbaden den Einsatzbefehl, bis zum 11. Dezember die Zentren einzurichten.

Auch in Waldeck-Frankenberg haben nach Angaben des Landkreises die Vorbereitungen dafür begonnen. Am Dienstag, 24. November, findet die nächste Sitzung des Corona-Krisenstabs im Landkreis statt, in der dies Thema sein werde, sagte Pressereferentin Ann-Katrin Heimbuchner. Konkret könne der Landkreis dazu „aber aktuell noch keine Details kommunizieren“, erst im Laufe der Woche.

Der Ablauf sieht so aus: Der Bund besorgt den Impfstoff und gibt ihn an die Bundesländer, dann werden die Dosen an die Zentren verteilt. Ziel sei es, 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung zu impfen, um der Pandemie wirkungsvoll begegnen zu können und eine sogenannte Herdenimmunität zu erreichen, erklärte Bouffier. Nach den Vorstellungen aus Wiesbaden sollen in den Zentren pro Tag jeweils 1000 Menschen die kostenlose Impfung bekommen. Die Zentren sollen sieben Tage in der Woche von 7 bis 22 Uhr geöffnet haben.

6 Monate für 60 Prozent

Für Waldeck-Frankenberg mit einer Einwohnerzahl von rund 157.000 bedeutet das: Wenn täglich 1000 Menschen geimpft werden, dauert es etwas mehr als sechs Monate, bis die Impfquote von 60 Prozent in der Bevölkerung erreicht ist, da jeder zwei Mal geimpft werden muss. 60 Prozent sind etwa 94.000 Menschen im Landkreis. Entsprechend wären doppelt so viele, also 188.400 Impfungen nötig.

Weil der Impfstoff anfangs nicht für alle reichen wird, legt der Bund einheitlich eine Reihenfolge der zu impfenden Menschen fest. Zu den ersten Gruppen gehören Ältere, Menschen mit Gesundheitsrisiko und Mitarbeiter in medizinischen Einrichtungen und Altenheimen. Die Betreffenden werden eine Einladung zur Impfung erhalten. Darüber hinaus sind mobile Teams vorgesehen, die zu jenen Menschen kommen, die aus körperlichen und gesundheitlichen Gründen nicht mehr selbst ein Impfzentrum erreichen.

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