Corona im Kreis Waldeck-Frankenberg

Erster Coronavirus-Patient auf Isolierstation im Kreiskrankenhaus Frankenberg

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Das Kreiskrankenhaus in Frankenberg.

Im Kreis Waldeck-Frankenberg sieht man sich gut auf Corona vorbereitet. Nun gibt es im Kreiskrankenhaus den ersten Coronavirus-Fall.

Das Kreiskrankenhaus Frankenberg hat eine Station für Corona-Patienten freigeräumt. Und es gibt dort nun den ersten bestätigten Corona-Fall. „Nachdem einige Verdachtsfälle in dieser Woche Fehlalarm waren, haben wir seit gestern den ersten bestätigten Fall auf dieser Isolierstation“, teilte Sprecherin Jutta Muth am Freitagnachmittag (20.03.2020) mit.

Das Krankenhaus sei auf die Aufnahme von Corona-Patienten vorbereitet; sie erfolgt über den separaten Eingang „Alte Pforte“. „Die Mitarbeiter sind zu flexiblen Arbeitsmodellen bereit. Auch Kollegen aus der Verwaltung und aus der Pflegeschule mit pflegerischer Ausbildung haben ihre Unterstützung angeboten“, erläuterte die Sprecherin weiter.

Corona im Kreis Waldeck-Frankenberg: „Corona-Etikette“ beachten

Da, wo möglich, arbeiten die Mitarbeiter wechselseitig so, dass die Ansteckungsgefahr auf ein Minimum begrenzt wird. Durch umfassende Verhaltensregeln für den Arbeitsalltag stelle die Klinik sicher, dass Infektionen vermieden werden. Die „Corona-Etikette“ umfasse zum Beispiel: Besprechungen im kleinstmöglichsten Rahmen in einen großen Raum, bei einem Abstand von zwei Metern und Hände waschen.

„Wir rechnen ab der kommenden Woche mit täglich steigenden Patientenzahlen in Waldeck-Frankenberg. Wir haben in den vergangenen beiden Wochen quasi rund um die Uhr organisiert. Was in unserer Macht steht, haben wir in die Wege geleitet“, betont Geschäftsführer Gerhard Hallenberger.

Corona im Kreis Waldeck-Frankenberg: Das sagt der Chefarzt

„Eine Corona-Infektion ist per se kein Grund für eine Aufnahme ins Krankenhaus“, sagt Dr. Gabriel, Chefarzt der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin. „Glücklicherweise verlaufen die meisten Erkrankungen mild und können problemlos zu Hause auskuriert werden. Sollte es zu einem schwereren Verlauf kommen, veranlasst Ihr Arzt, das Gesundheitsamt oder der Rettungsdienst die Einweisung ins Krankenhaus.“

Dr. Hannes Gabriel, Chefarzt am Kreiskrankenhaus

Ob die Krankenhäuser im Landkreis der Situation gewachsen sein werden, liege nun bei jedem einzelnen. „Helfen Sie sich und anderen Menschen und halten Sie sich an die Abstands- und Hygieneregeln“, bittet Hallenberger. „Die Zahl der gleichzeitig Infizierten kann so im Rahmen gehalten werden und wir können uns somit intensiv um alle unsere Patienten kümmern.“

Corona im Kreis Waldeck-Frankenberg: Auch für andere Patienten da

„Wir sind auch für alle anderen Patienten da, die Hilfe benötigen“, sagt der pflegerische Leiter der Zentralen Notaufnahme, Thomas Kahl. „Bei schwerwiegenden Erkrankungen verständigen Sie stets über die Notrufnummer 112 den Rettungsdienst. Wir bitten die Menschen jedoch, nicht unangemeldet bei uns zu erscheinen, rufen Sie vorher an. Wenn sie vermuten, sich mit dem Coronavirus infiziert zu haben, wenden Sie sich an den Hausarzt oder außerhalb der Sprechzeiten an die Nummer der Kassenärztlichen Vereinigung 116 117“, informiert Kahl. 

Die Zulassungsstellen öffnen wieder: InWaldeck-Frankenberg sind die Stellen für bestimme Personen zugänglich. 

Quelle: HNA

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