Die Pizza kommt jetzt kontaktlos

Coronavirus: So hilfreich sind Online-Lieferdienste in Krisen-Zeiten

Frische Pizza im Karton: Iqbal Tassawar vom Abhol- und Lieferservice In-Time-Pizza in Allendorf/Eder erhält derzeit viele Bestellungen online oder telefonisch.
+
Frische Pizza im Karton: Iqbal Tassawar vom Abhol- und Lieferservice In-Time-Pizza in Allendorf/Eder erhält derzeit viele Bestellungen online oder telefonisch.

Das Coronavirus breitet sich weiter aus, viele Gastronomen müssen ihre Lokale schließen. Online-Lieferdienste werden in diesen Tagen immer wichtiger - für die Betriebe und für die Kunden.

Die App aufrufen, ein Restaurant oder einen Imbiss aussuchen, das Lieblingsessen wählen, die Bezahlmethode angeben und die Bestellung absenden – fertig. Wer sich nicht jeden Tag selbst an den Herd stellen möchte, für den sind Online-Lieferdienste wie Lieferando und Co. längst zu einer bequemen Alternative geworden, um ohne großen Aufwand etwas zu essen zu bekommen.

Gerade in Corona-Zeiten kommt den Online-Lieferdiensten eine große Bedeutung zu. Besonders über die Plattform des deutschen Lieferservice-Marktführers Lieferando wollen jetzt immer mehr Gastronomen ihr Essen online anbieten, um den wirtschaftlichen Schaden durch die Ausbreitung des Virus einzugrenzen.

Coronavirus: Lieferdienste spüren Auswirkungen der Krise ebenfalls

Ein Betrieb, der bereits vor der Corona-Krise auf Lieferando gelistet war, ist In-Time-Pizza in Frankenberg und Allendorf/Eder. „Die Situation trifft uns natürlich auch, besonders seit es die Maßnahmen der Bundesregierung gibt“, sagt Iqbal Tassawar, der In-Time-Pizza in Allendorf leitet.

Seit gastronomische Betriebe zwar noch ausliefern, aber nicht mehr öffnen dürfen, „haben wir gedacht, dass die Leute jetzt mehr Essen online oder per Telefon bestellen, aber nein, so ist es nicht“, berichtet Tassawar von seinen Erfahrungen. Das Liefergeschäft sei sogar noch etwas zurückgegangen, auch über Lieferando. „Normalerweise kommen bei uns 10 bis 20 Prozent der Bestellungen online herein, der Rest bestellt telefonisch oder holt das Essen in einem unserer Läden ab“, sagt der Inhaber.

Coronavirus: Lieferdienste als Chance für die Gastronomen

Doch besonders in Corona-Zeiten bietet die Bestellung über Lieferando viele Vorteile. „Die Lieferung erfolgt bei Auswahl einer bargeldlosen Bezahlung völlig kontaktlos“, versichert Tassawar. Nach der Bestellung über das Lieferportal klingelt der Fahrer an der Tür, stellt die Box mit dem Essen ab und geht ein paar Schritte zurück. „Dann kommt der Kunde, nimmt die Bestellung aus der Box, er schließt die Tür und wir nehmen die Box wieder mit“, erklärt Tassawar das Vorgehen. „Selbstverständlich tragen wir auch Handschuhe, die nutzen wir aber sowieso schon immer.“

Wer Lieferando im Landkreis Waldeck-Frankenberg aufruft, kann – anders als in Großstädten und Ballungsgebieten – nur zwischen wenigen Anbietern auswählen. In Korbach werden je nach Liefergebiet manchmal nur zwei Läden angezeigt, in Bad Wildungen sind es drei und rund um Frankenberg sind neben In-Time-Pizza noch Lezzet-Grill und der „Burgwald Pizza Döner Lieferservice“ gelistet. Zum Vergleich: In Marburg bieten mindestens 19 Restaurants und Imbisse ihr Essen online über Lieferando an, in Kassel sind es 100 Gastronomen, die die Plattform für sich nutzen.

Lieferdienste: In großen Städten viel mehr Online-Bestellungen als auf dem Land

„Klar, in einer großen Stadt wird Lieferando ganz anders angenommen als bei uns auf dem Land. Dort kommen bis zu 80 Prozent der Bestellungen online herein. Hier wollen die Leute aber wohl lieber herkommen oder am Telefon mit mir reden“, sagt Tassawar mit einem Lachen und ergänzt, dass in Frankenberg allerdings schon deutlich mehr Menschen über die App bestellen würden als in Allendorf.

Dennoch sei er froh, dass die Menschen bis zuletzt immer wieder in den Laden gekommen seien oder telefonisch bestellt haben. „Genaue Zahlen habe ich nicht im Kopf, aber bis vor ein paar Jahren hat Lieferando als Marktplatz an jeder Bestellung zwischen 10 und 15 Prozent verdient“. Geld, das die Gastronomen jetzt nötiger denn je haben. 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare