Daniel und Judy Herborn (USA) gingen der Geschichte ihrer Vorfahren nach

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Am Grabstein des Urgroßvaters: Auf dem jüdischen Friedhof in Frankenberg führte Stadtarchivar Dr. Horst Hecker die Besucher Daniel und Judy Herborn auch zum Grab von Jakob Dilloff. „Ein zuverlässiger Mann, er wandelte untadelig“, lautet die hebräische Inschrift.

Frankenberg. Eigentlich hatten sie in Deutschland eine Schiffsreise über Rhein und Mosel geplant. Aber vorher reservierten Daniel und Judy Herborn aus Washington State/USA sich drei Tage für einen Besuch in Frankenberg.

Sie wollten das Städtchen kennen lernen, in dem ihre Vorfahren Dilloff bis zum Einbruch der Nazi-Gewaltherrschaft gelebt hatten.

Auf dem jüdischen Friedhof am Gernshäuser Weg gedachten sie an ihre Urgroßeltern Jacob und Sara Dilloff geb. Gans, zu deren gut erhalten gebliebenen Grabsteinen sie Stadtarchivar Dr. Horst Hecker führte.

Seinen Rundgang durch die Altstadt von Frankenberg begann das amerikanische Ehepaar in der Rathausschirn an der Gedenktafel für die Opfer des NS-Regimes, wo sie Historiker Hecker auch vom Leben ihrer Vorfahren berichteten. „Ich habe meine Großmutter Hedwig Heinrich geb. Dilloff leider nie kennen gelernt“, bedauerte der 77-jährige Daniel Herborn, der in den USA bis zu seinem Ruhestand als Nuklear-Ingenieur gearbeitet hat.

Von Karl-Hermann Völker

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Quelle: HNA

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