Bürgermeisterwahl: SPD-Bewerberin stellt Programm vor, wie sie Frankenberg zukunftsfähig machen will

Daniela Neuschäfer: Ideen säen, Zukunft ernten

- Frankenberg (rou). Motor, Koordinatorin und Kommunikatorin, diese Funktionen will Daniela Neuschäfer übernehmen, sollte sie am 26. Februar zur ersten Frankenberger Bürgermeisterin gewählt werden. „Idee säen, Zukunft ernten“, unter diesem Motto steht das Wahlprogramm der Sozialdemokratin.

Die Stadt und die Ortsteile zukunftsfähig machen, indem sie neue Impulse setzt, das hat sich Daniela Neuschäfer auf die Fahnen geschrieben. Als Bürgermeisterin möchte sie Motor für Lösungen gesellschaftlicher Trends und Leitbilder der Stadtentwicklung sein. Sie will als Koordinatorin auftreten, um Interessengruppen, Investoren, Experten, Betroffene und Parteien zusammenzuführen und dialogfähig zu machen. Und sie will als Kommunikatorin agieren, um auf Bedürfnisse des Gemeinwohls, von Bürgergruppen und einzelnen Bürgern sensibel und transparent eingehen zu können. „Die Aufgabe des Bürgermeisteramtes verstehe ich als Mittler zwischen Verwaltung, Bürgern und Institutionen im Dienst der Gesamtentwicklung der Stadt“, sagt die Sozialdemokratin. Seit der Kommunalwahl im März ist sie stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung.

„Wurzeln bewahren, Modernes unterstützen“, getreu dieser Devise will die SPD-Bewerberin die Stadt und den ländlichen Raum entwickeln. Ansatzpunkte sieht sie in einem Stadtmarketing, in dem die Interessen von Bürgern ebenso berücksichtigt werden wie die von Investoren und Touristen. „Die vielschichtigen Interessen machen die Vielfalt unseres städtischen Potenzials deutlich.“ Die Kraft aller Akteure müsse gebündelt werden, um einen einheitlichen Ansatz zur Steigerung der Attraktivität der Stadt zu entwickeln. Um Kaufkraft in Frankenberg zu halten, seien attraktive Angebote und ausreichender Parkraum erforderlich. Um aus der Fußgängerzone eine Flaniermeile zu machen, plädiert sie für für ein neu gepflastertes Laufband. Überarbeitet werden müsse zudem das Toilettenkonzept.

Identität erhalten

Mit Blick auf die Ortsteile bewertet sie eine passgenaue Ortsteilsatzung als zwingend erforderlich. „Wichtig ist mir, dass Dörfer auch Dörfer bleiben“, sagt die gebürtige Frankenbergerin. „Sie müssen ihre kulturelle Identität und ihr örtliches Vereinsleben beibehalten.“ Um die Region zukunftsfähig zu machen, sei die Sicherung eines leistungsstarken Breitbandes ein wichtiges strategisches Ziel. Doch nicht nur den Daten-, sondern auch den Personenverkehr hat die 33-Jährige im Blick. Ihr Ziel „Mobilität für alle“ umfasst den Erhalt der Anruf-Sammel-Taxis sowie ein bedarfsgerechtes Buskonzept.

Durch die Erstellung eines neuen Gesamtkonzeptes mit den Schwerpunkten Naturerlebnis, Kultur, Sport, Gesundheit/Wellness und Erholung will sie den sanften Tourismus stärken. „Durch neue touristische Angebote können neue Zielgruppen und neue Einkommen generiert werden.“ In eben diesem sanften Tourismus sollten regionale Produkte und Wirkungsstätten Eingang finden. „Sie bieten einen wirtschaftlichen Profit.“ Ausgerichtet sein soll das Tourismuskonzept auf Jung und Alt. „Frankenberg und die Stadtteile sollen zum Erholen, zum Genießen und zum Wohlfühlen einladen.“ Bezahlbare Energie Auf dem Weg zu einer klimaneutralen Kommune dürfe auch der Kostenaspekt nicht außer Acht gelassen werden. „Energie muss für alle bezahlbar sein“, sagt die frühere „Familienstadt“-Managerin. Grundsätzlich hält die Diplom-Pädagogin ein für Frankenberg passendes Konzept für den baldigen Umstieg auf erneuerbare Energien für erforderlich und fordert innovative Projekte wie die Auszeichnung von energieeffizienten Gebäuden. Familienfreundlichkeit soll in Frankenberg zum Standortfaktor werden, deshalb müssten Projekte des „Familienstadt“-Programms weitergeführt werden. Dazu zählt auch ein Miteinander von Jung und Alt. „Miteinander leben, voneinander lernen“ lautet ihre Devise. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels seien zudem Strategien erforderlich, um den steigenden Bedarf an medizinischen und pflegerischen Leistungen decken zu können. Sie spricht sich für innovative Betreuungs- und Pflegekonzepte sowie die Weiterentwicklung des Kreiskrankenhauses in kommunaler Verantwortung aus. Zudem verspricht sie, sich dafür einzusetzen, dass ein Hospiz errichtet wird.

Bürger als Experten

Handlungsbedarf sieht Neuschäfer im Rathaus. Im Falle ihrer Wahl würde die Haushaltseffizienz erhöht und der Haushaltsplan transparenter, verspricht sie. Ausgaben würden auf ihre Nachhaltigkeit überprüft. Am Herzen liege ihr effektives Arbeiten und eine hohe Mitarbeiterzufriedenheit, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf solle deshalb eine große Rolle spielen.

Als Bürgermeisterin werde sie offen für Gespräche sein, jede Anfrage beantworten und Bürger zu Experten machen. „Akteure, auch außerhalb von Politik und Verwaltung, sollen stärker in die Entwicklungen eingebunden werden, so dass die Stadtpolitik und die Stadtentwicklung zur Aufgabe und zum gemeinsamen Zukunftsprojekt von allen wird.“ Die Kompetenzen von allen Generationen seien der städtischen Entwicklung von Nutzen. Daniela Neuschäfer verspricht eine Amtsführung nach dem Motto: „Aus der Mitte, für die Mitte, in der Mitte.“

Das komplette Wahlprogramm ist in Kürze im Internet unter der Adresse www.daniela-neuschaefer.de nachzulesen.

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