Erntedankgottesdienst in Frankenau

Dank für Gaben, Einsatz und Stimmen

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Draußen legten die Kinder ein Mandala aus Laub und Erntegaben. Drinnen sorgten sie mit Rasseln in Gemüseform für Aufmerksamkeit. Alle Generationen gestalteten den Gottesdienst mit.Fotos. Patricia Kutsch

Frankenau - Der Dank und die Nächstenliebe standen beim Erntedankgottesdienst in Frankenau im Vordergrund. Die Gemeinde dankte langjährigen, treuen Sängern des Kirchenchors - und sie gedachten der bedürftigen Menschen und spendeten viele Lebensmittel für die Frankenberger Tafel.

Mit vielfältigen Erntegaben war der Altar in der Frankenauer Kirche geschmückt: Korn, Gemüse, Äpfel und Nüsse waren in Körbchen im Altarraum arrangiert. Die Mitglieder der Kirchengemeinde legten ihre Gaben hinzu: Sie hatten etwa Spätzle, Nudelgerichte und Marmeladen mitgebracht.

„Erntedank heißt: Gaben geben und Gaben teilen“, begrüßte Pfarrer Harald Wahl die Kirchengemeinde, nachdem die Kindergarten-Kinder mit einem Ernte-Lied auf den Lippen in die Kirche eingezogen waren.

Die Kinder gestalteten den Gottesdienst mit Plastik-Gemüse, das als Rassel diente. Für musikalische Umrahmung sorgten ebenfalls der Posaunenchor und der Kirchenchor. Die Konfirmanden beteiligten sich mit der Verlesung eines Psalms, während die kleinen Kinder im Kirchgarten ein Mandala aus Erntegaben und Laub legten.

Pfarrer Wahl sprach in seiner Predigt darüber, was den Menschen verloren gegangen ist durch den Wohlstand. Er erzählte eine Geschichte, die so in Frankenau geschehen sei: Von einem Opa, der seinem Enkel zum Führerschein ein Auto schenkte, einen gebrauchten Golf. Der Enkel war jedoch sauer, wollte lieber einen BMW.

Dessen Vater hielt den Großvater für geizig und beschwerte sich bei ihm - seither habe der Opa keinen Kontakt mehr zu den beiden. Pfarrer Wahl erklärte, dass die wahren Schätze der Menschen nichts Materielles seien. „Wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz“, sagte er.

Zum Abschluss des Gottesdienstes dankte die Kirchengemeinde nicht nur für die Ernte, sondern auch langjährigen Mitgliedern des Kirchenchors für ihre Treue: Günther Schade, Udo Bremmer und Hannelore Rober sind seit 25 Jahren als Sänger aktiv. Sie kamen, als es mit dem neuen Chorleiter Horst-Werner Bremmer einen Umschwung gab im Chor. Seit 40 Jahren ist Elke Peter dabei.

Hella Schärer singt seit 60 Jahren im Kirchenchor. „Mit 15 Jahren hat sie begonnen und singt im Sopran“, beglückwünschte Günther Schade die Jubilarin. „Sie hat unter mindestens zwölf Chorleitern gesungen und geholfen, den Chor auf ein gewisses musikalisches Niveau zu heben.“

Ebenfalls geehrt wurde Maria Wanzel. Sie leitet seit 25 Jahren den evangelischen Frauenkreis in Frankenau.

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