Aufbau des Frankenberger Pfingstmarkts

"Das ist wie Tetris für große Jungs"

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Popcorn und süße Lebkuchenherzen schmücken bereits den Wagen eines Markthändlers.Fotos: Mark Adel

Frankenberg - 120 Fahrgeschäfte und Händler reisen seit vergangener Woche an - für Organisator Max Wagner eine logistische Herausforderung. Jedes Fahrgeschäft muss an seinen Platz, jeder Wagen an Ver- und Entsorgungsleitungen angeschlossen werden.

Seit acht Tagen verwandelt sich die Wehrweide vom Parkplatz zum Festgelände. Stündlich kommen neue Lastwagen mit Auto-Scooter, Achterbahn oder rollenden Imbissbuden. Noch sieht es nach einem großen Durcheinander aus, doch am Mittwochabend steht alles an Ort und Stelle.

„Uns hat der Regen zwei Tage gekostet“, sagt Max Wagner vom Veranstaltungsbüro Wagner. Das feuchte Wetter hat nicht nur den ersten Schaustellern die Aufbauarbeiten erschwert. „Die Wiesen waren sehr nass und matschig.“

Inzwischen stehen die ersten Fahrgeschäfte - auch dank des Einsatzes des städtischen Bauhofs, dessen Mitarbeiter von Wagner ein großes Lob bekommen. „Es läuft absolut unkompliziert. Die Jungs stehen hinter dem Fest.“ Unter anderem mit Eisenplatten und Split halfen die Arbeiter, dass kein Lastwagen einsank. Die letzten Schausteller reisen am Mittwoch an, dann kommen die fahrenden Händler und beschicken den Markt.

Der Marktbereich an gewohnter Stelle dient derzeit noch als „Puffer“, um Platz zu bieten für die Lastwagen. Allein der „Euro-Coaster“ wurde mit 17 Wagen gebracht. Für die Arbeiter ist der Aufbau eine Herausforderung. In diesem Jahr sei die Planung besonders schwierig. „Die Wehrweide ist ja eine Insel“, erklärt Max Wagner. „Das hat Charme, ist aber auch schwierig, weil die Grenzen unverrückbar sind.“

Problematisch sei es besonders, weil mehr große Fahrgeschäfte als üblich aufgebaut werden: beispielsweise die Go-Kart-Bahn, die Achterbahn oder der 65 Meter hohe „Gladiator“. Sie zu platzieren, gleicht einem Puzzle: „Das ist wie Tetris spielen für große Jungs“, verdeutlicht Max Wagner. Neben der Standortwahl warten viele weitere Herausforderungen. Die Fahrgeschäfte und die Mitarbeiter brauchen Anschlüsse für Wasser, Abwasser und Strom. Vergangene Nacht sollte der „Gladiator“ ankommen. „Der kann wegen seiner Größe nur nachts transportiert werden“, erklärt Wagner.

Abnahme am Donnerstag

Etwa 60 Schausteller sowie 60 Markthändler reisen bis Freitag auf die Wehrweide. Die meisten waren Tage zuvor noch auf einem anderen Fest, irgendwo in Deutschland. „Zu so einem Markt trifft man sich immer wieder“, sagt Max Wagner. In den nächsten Tagen ist der Pfingstmarkt übrigens einer der größten Arbeitgeber der Region: Bis zu 600 Menschen arbeiten zu den Spitzenzeiten auf der Wehrweide, schätzt der Organisator. „Viele davon sind Aushilfen aus der Region.“

Endgültig aufgebaut sein müssen die Fahrgeschäfte übrigens bis Donnerstagmorgen bei der technischen Abnahme - die Besucher können sich dann ab dem Nachmittag davon überzeugen, dass jedes Puzzleteil des Pfingstmarkts sitzt, wo es hingehört. (da/pk)

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