Burgwalder Dorfgemeinschaftshaus: Einsturzgefahr wegen undichtem Dach und Rissen

Decke im Foyer hängt durch

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Bürgermeister Lothar Koch und Andrea Adler vom Bauamt der Gemeinde sehen sich die Risse in der Dachkonstruktion des Burgwalder Dorfgemeinschaftshauses an. Foto: Patricia Kutsch

Burgwald - Die Decken als Fass ohne Boden - im wahrsten Sinne des Wortes. Nach der Decke im großen Saal des Burgwalder Dorfgemeinschaftshauses muss auch das Dach im kleinen Saal und im Foyer saniert werden. Es regnet hinein.

Metallverstrebungen stützen die Decke ab, ein Teil des Foyers ist komplett gesperrt, das Holz an einigen Stellen geöffnet: Am Montag hatte die Gemeinde wieder mit einem Schaden am Dach des Burgwalder Dorfgemeinschaftshauses zu kämpfen: „Wir müssen die komplette Decke abtragen“, sagt Bürgermeister Lothar Koch. An einigen Stellen hängt das Holz deutlich sichtbar nach unten durch, an anderen ist es schon ganz herausgebrochen. Eimer stehen im Treppenhaus und fangen das hineinlaufende Wasser auf.

Risse in tragenden Balken

Die Decke im großen Saal musste schon außerplanmäßig in diesem Jahr saniert werden, weil das Dach undicht war. Der kleine Saal und das Foyer sollten erst im nächsten Jahr folgen. Dem hat der Schnee einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Mitarbeiter des Bauhofs haben in den vergangenen Tagen bereits den Schnee vom Gebäude geräumt, um das Dach zu entlasten.

Zusammen mit den Stützen im Foyer ist das Gebäude nun vorerst nicht mehr einsturzgefährdet, der Statiker hatte das Dorfgemeinschaftshaus am Montag wieder freigegeben. Die Ausschüsse konnten dadurch am Abend doch wie geplant tagen - gefahrlos. „Auch hier wieder schöne Grüße an das Ingenieurbüro, dass uns das eingebrockt hat“, betont Koch mit Blick auf das Dorfgemeinschaftshaus in Bottendorf und die Sporthalle in Ernsthausen.

Gestern begannen Handwerker, die Decke abzutragen. Wie viel die Gemeinde für diese Sanierung zahlen muss, ist laut Koch noch nicht klar. Neue Balken müssen eingezogen werden, die das Dach tragen. „Die Nagelbinder wurden damals ganz anders eingezogen, als es vorgesehen war“, erklärt Andrea Adler vom Bauamt und zeigt auf die Löcher in der Decke. Die Dreieckskonstruktionen aus Latten, die das Dach halten sollen, sind an einigen Stellen gerissen. Laut Adler waren sie nicht für das Gewicht des Dachs ausgelegt - wie in Bottendorf sind die Abstände zwischen den Bindern zu groß.

Bis Fasching soll das Dach erneuert sein. „Wir geben alles, damit wir hier feiern können“, sagt der Bürgermeister.

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