Demo mit Kinderwagen: Mütter fordern mehr Unterstützung für Hebammen

Bottendorf. Rund 30 schwangere Frauen und Mütter mit Babys haben in Bottendorf für den Erhalt des Hebammenberufs demonstriert. Sie versammelten sich am Mittwoch vor dem Haus ihrer Hebamme Solveig Mandel und hielten das Plakat „Familien brauchen Hebammen“ hoch.

Mit einem Marsch durch Bottendorf wollten die Frauen deutlich machen, wie wichtig die Betreuung vor, während und nach der Geburt durch Hebammen ist.

Hintergrund ist, dass der Beitrag für die Haftpflichtversicherung ständig steigt und viele Hebammen deshalb aus dem Beruf aussteigen müssen. Der Landesverband der Hebammen befürchtet sogar, dass der ganze Berufsstand aussterben wird.

„Wir brauchen die Hebammen. Ihr Rat und die Hausbesuche sind wichtig. Das können ein Arzt und die Klinik nicht leisten“, so lautete die Meinung der Mütter.

Hebamme Solveig Mandel, die jährlich 60 bis 70 Frauen bei der Geburtstvorbereitung und nach der Geburt betreut, freute sich über die Unterstützung durch die Mütter.

„Die Entscheider in Politik und Versicherungswirtschaft sind meist Männer, denen die Bedeutung des Hebammenberufs für Familien gar nicht bewusst ist“, kritisierte sie. (mab)

Fotos der Demo

Bottendorfer Mütter demonstrieren für ihre Hebamme

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Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © Biedenbach, Martina

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