BUND organisiert Fahrt nach Berlin

Mit dem Bus zur Demo "Wir haben es satt"

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Mit der Kälberbox als Wohnwagen unterwegs nach Berlin: Otto Schöneweiß beim Marsch durch Korbach.Foto: Rudolf Schäfer

Frankenberg/Berlin - Nicht jeder, der bei der Demo in Berlin unter dem Motto "Wir haben es satt" dabei sein möchte, muss dorthin laufen, wie es der Biobauer Otto Schöneweis aus Braunau derzeit tut. Er wandert die 460 Kilometer von Usseln nach Berlin mit Holzschuhen, um auf die Demo und ihr Anliegen aufmerskam zu machen.

Der BUND von Waldeck-Frankenberg und Schwalm-Eder organisieren zusammen eine eintägige Busfahrt mit Zustieg in Frankenberg, Korbach und Fritzlar. Der Fahrpreis beträgt 30 Euro.

Die Demonstration findet parallel zur Internationalen Grünen Woche in der Hauptstadt statt. Genauso wie Otto Schöneweis, die Upländer Bauernmolkerei und die Milchbauern, will der BUND auf Missstände in der Landwirtschaft aufmerksam machen. Faire Preise für faire Erzeuger - das ist die Forderung des BUND. „Leider bekommen die Erzeuger keinen fairen Preis, um ihre Kosten zu decken. Und dadurch verschwindet nach und nach die bäuerliche, ökologische Landwirtschaft, nimmt die Massentierhaltung immer mehr zu“, heißt es in einer Erklärung des BUND Frankenberg. Die bäuerliche ökologische Landwirtschaft verdiene Respekt und Wertschätzung und sei ein wichtiger Beitrag zur Ernährungssouveränität. „Sie muss und kann die Welt ernähren. Dazu brauchen wir kostendeckende Preise für landwirtschaftliche Betriebe, die respektvoll mit Tier und Umwelt umgehen.“

Der BUND fordert regionale Erzeugung statt steigende Weltmarktorientierung für Nahrungsmittel. Und er ermahnt die politisch Verantwortlichen, „endlich im Sinne der Menschen zu handeln, anstatt die Interessen weniger multinationaler Konzerne zu vertreten“.

Wer mit nach Berlin fährt, könne ein Zeichen gegen diese Politik setzten. Wer Interesse hat, wird um Anmeldung gebeten beim BUND Frankenberg, Frankenberger Str. 12a, 35066 Frankenberg (Rudolf Schäfer); Telefon 06451/2304150 oder per Mail: rudolf.schaefer@bund.net. Weitere Informationen gibt es unter www.bund-waldeck-frankenberg.de.

Mehr lesen Sie am Dienstag in der gedruckten Ausgabe der Frankenberger Zeitung.

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