Landwirte demonstieren auf der grünen Woche

Demonstranten setzen großes Zeichen

Die große Teilnehmerzahl und der Zuspruch der Zuschauer an manchen Teilen der Strecke beeindruckte diejenigen, die auf Einladung des BUND Waldeck-Frankenberg und Schwalm-Eder mit nach Berlin gefahren waren.Foto: Rudolf Schäfer

Frankenberg/Berlin - Mit ihrer Fahrt zur Landwirtschafts-Demo in Berlin landeten die beiden BUND-Kreisverbände Waldeck-Frankenberg und Schwalm-Eder auch in der "Hessenschau".

49 Teilnehmer wollten Flagge zeigen bei der Demonstration „Wir haben es satt“ in Berlin und füllten den gemeinsamen Bus. Mit dabei für die „Hessenschau“ des HR: Jochen Schmidt – vielen bekannt durch die Sendung „Wandervolles Hessen“. Rudolf Schäfer vom BUND Waldeck-Frankenberg hatte einen Vordreh auf dem Biohof Nagel in Twistetal-Niederwaroldern vermittelt, wo für den Fernsehbeitrag der Gegensatz Biohof und Mastbetrieb Thema war. Nach der Abfahrt um 4.45 Uhr in Frankenberg ging die Fahrt am Tag der Demo über Korbach und Fritzlar nach Berlin – mit Zeit für Interviews, bei denen die Mitfahrenden auch über ihre Motive sprachen.

Am Potsdamer Platz erwartete die Reisenden eine überwältigende Menge: 50000 Teilnehmer, darunter Naturschützer, Parteien, Verbraucher und sehr viele Landwirte auch aus Waldeck-Frankenberg. „Es war schon ergreifend, wie die 90 Trecker beim Vorbeifahren bejubelt wurden. Und daran merkt man: Die Demonstranten haben nichts gegen die Landwirte, sondern fordern eine Art- und Verbrauchergerechte Erzeugung,“ sagte Rudolf Schäfer.

Faire Preise für faire Erzeuger ist laut Schäfer das Motto. Die Forderung: eindeutige Kennzeichnung der Lebensmittel zum Beispiel bei Produkten mit Gentechnik, öffentliches Geld nur für öffentliche Leistungen, Subventionen an hohe Umwelt- und Tierschutzstandards binden, Überproduktion senken und Export- und Lagersubventionen abschaffen, Umwelt- und Klimabilanz massiv verbessern, Gentechnik stoppen, Bauernhöfe statt Agrarfabriken mit Obergrenze für Subventionen an Großbetriebe.

Gegen 16 Uhr trat die Gruppe die Rückfahrt an und erreichte um 23 Uhr schließlich Frankenberg. Fazit der Veranstalter: „Es hat sich gelohnt, wir haben ein großes Zeichen gesetzt.“

Den Beitrag der „Hessenschau“ finden Sie online unter www.hr-online.de im Archiv, Datum: 17. Januar 2015

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare