Kundgebung am Freitagnachmittag

250 demonstrierten gegen Verlängerung der Sperrstunde

Frankenberg. 250 junge Menschen aus Frankenberg und der ganzen Region haben am Freitagnachmittag vor dem historischen Rathaus friedlich gegen die umstrittene Verlängerung der Sperrstunde in Frankenberg von 3 bis 6 Uhr demonstriert.

Mit Bannern, Transparenten und Papptafeln gingen sie trotz der kühlen Temperaturen auf die Straße, machten laute Musik, tanzten, sangen und brachten auf dem Obermarkt ihrenUnmut über die Entscheidung des Präventionsrates der Stadt zum Ausdruck.

„Gegen die Sperrstunde“ war unter anderem auf einem riesigen, handbemalten Transparent zu lesen, zudem Aufschriften wie „Wir sind laut, weil man uns die Party klaut“ oder „Familienstadt geht anders“ – ein deutlicher Seitenhieb auf das Projekt „Familienstadt mit Zukunft“. Auch das Hessen-Fernsehen war bei der Kundgebung mit einem Kamerateam vor Ort. Gegendemonstranten gab es nicht.

Zu der Kundgebung hatte das „Bündnis gegen die Sperrstunde“ aufgerufen, diesem Bündnis gehören etliche Jugendverbände und Jugendorganisationen der Region an: Junge Union, Jungsozialisten, Junge Liberale, Grüne Jugend, die Landjugenden aus Geismar und Haubern sowie der Jugendclub Röddenau. Auch die Hessische Landjugend macht sich in dem Bündnis gegen die in Frankenberg verlängerte Sperrstunde stark.

Allerdings hatten die Veranstalter mit einer größeren Beteiligung bei der Demonstration gerechnet. Im sozialen Netzwerk Facebook hatten rund 600 Jugendliche ihre Teilnahme zugesagt.

Die Kundgebung ging ähnlich wie ein Flashmob über die Bühne: Viele junge Menschen trafen sich zunächst in den Seitenstraßen des Obermarktes, pünktlich um 17 Uhr strömten sie dann gemeinsam vor das zehntürmige Rathaus. Dort wurden sie schon von vielen Mitdemonstranten erwartet, die direkt zum Frankenberger Marktplatz gekommen waren.

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Fotostrecke: Demonstration gegen die Sperrstunde

250 demonstrierten gegen Verlängerung der Sperrstunde

Quelle: HNA

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