Wund AG im Frankenberger Land

"Der Patient soll gut versorgt werden"

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Frankenberg - Chronische Wunden bedeuten für die Betroffenen oft Schmerzen, Leid und teure Behandlungen. Um deren Situation zu verbessern hat Frank Weinmann mit Erfolg die "Wund AG Ederbergland" ins Leben gerufen.

Netzwerke zwischen den verschiedenen Berufsgruppen, die mit chronischen Wundpatienten zu tun haben, möchte Weinmann schaffen. „Momentan sind wir gemeinsam einsam“, sagt er den 40 Besuchern des ersten AG-Treffens. Kurze Dienstwege, schnelle Absprachen zwischen den verschiedenen Institutionen, die den gleichen Patienten behandeln und Anregungen erhofft er sich vom Miteinander in der AG.

„Manchmal hat jemand einen anderen Blickwinkel und kann Tipps für einen Behandlungsansatz geben, wenn man selbst nicht mehr weiter weis“, sagt Weinmann. Ähnlich sehen es auch die mehr als 40 Teilnehmer des ersten AG-Treffens. „Ich möchte wissen, was es noch für Möglichkeiten gibt“, sagt eine Arzthelferin aus Volkmarsen.

Frank Weinmann selbst ist Krankenpfleger in Haina. Seit 2008 ist er Wundexperte nach der „Initiative chronische Wunden“ (ICW).In der Vergangenheit habe er in vielen Einrichtungen hospitiert. „Ich habe gesehen, dass viele Leute für sich arbeiten und keiner so genau weiß, wer noch an der Behandlung eines Patienten beteiligt ist“, berichtet Weinmann. Daher sei der Wunsch nach einer Wund AG in ihm gereift. „Der Patient soll merken, dass er wichtig ist und gut versorgt wird“, das sei das Zeil der AG, die sich alle drei Monate treffen soll.

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