Dodenau

„Der Stein, die Grenze, in Ewigkeit“

- Kein Gezänk, keine Irrungen und keine Turbulenzen über Malsteine und Zeichen sind zu vermelden“: Rund 200 gut gelaunte Menschen nahmen an der ersten Etappe des Dodenauer Grenzgangs vom Elbrighäuser Grund nach Alertshausen teil.

Tief ins üppige Grün führte am Samstag die erste Etappe des Grenzgangs, den die Dodenauer zum 825-jährigen Bestehen ihres Dorfes aufwendig organisiert hatten. In insgesamt vier Etappen wollen sie die insgesamt 37 Kilometer lange Grenze der Dodenauer Gemarkung erwandern und dabei die zahlreichen historischen Punkte und Besonderheiten entlang des Weges kennenlernen – oder sich wieder in Erinnerung rufen. Unterwegs gab am Samstag bei der ersten Etappe der ehemalige Schulleiter Klaus Homrighausen sachkundig Auskunft über die Geschichten, die hinter den Attraktionen liegen. Bernd Glöser war zuvor die Strecke abgegangen, um sie zu beschildern – immer wieder zeigten Wegweiser zu den historischen Punkten und Besonderheiten entlang des Weges, der vom Eingang zum Elbrighäuser Grund nach Alertshausen führte – rund zwölf Kilometer entlang der landschaftlich reizvollen Elbringhäuser Chaussee. Rund 200 Dodenauer – von alt bis jung – sowie Freunde aus Nachbardörfern und Nachbargemeinden hatten sich dem ersten Teil des historischen Grenzgangs angeschlossen und passierten die Fischteiche, die Kriegsbrücke und das Dreiländereck, wo die Dodenauer Gemarkung an die der Nachbargemeinden Battenfeld und Bromskirchen grenzt. Dort überprüften sie gemeinsam mit den Nachbarn die Grenze und bestätigten sie, wie einst üblich, amtlich mit der Steinhebe: „Kein Gezänk, keine Irrungen und keine Turbulenzen über Malsteine und Zeichen sind zu vermelden“, sprach Werner Bergener, in historisches Gewand gehüllt: „Die Grenze, wie wir sie besichtigt, ist wahrlich richtig. Der Stein, die Grenze, in Ewigkeit“. Sie machten dort erholsame Rast, wo einst das Forsthaus Elbrighausen stand. Für das leibliche Wohl sorgten Dodenauer Gastwirte und eine ortsansässige Fleischerei. Es ging weiter in Richtung Dachsloch, wo die Wanderer die Nachbarn aus Alertshausen trafen. Gemeinsam ging’s talabwärts, wo wieder eine Steinhebe folgte. Gemütlich endete die erste Etappe bei Essen und Trinken. „Sehr zufrieden“ waren die Organisatoren mit dem Zulauf, Ortsvorsteher Wolfgang Stein und sein Stellvertreter Bernd Müller freuten sich über das große Interesse. Die nächsten Etappen finden am 22. August sowie 5. und 19. September statt. (md).

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