Neues Feuerwehrauto für Battenberg

"Der Wert steigt mit jedem Einsatz"

+
Die Battenberger Feuerwehr hat am Donnerstag einen neuen Gerätewagen-Logistik (GW-L) in Betrieb genommen. Unser Bild zeigt (von links) Peter Dörsam von der Firma Hartmann, die den Aufbau gefertigt hat, Stadtverordnetenvorsteher Heinz-Günther Schneider, Bürgermeister Heinfried Horsel, Stadtbrandinspektor Michael Wenzel und den Vorsitzender der Battenberger Feuerwehr, Bernhard Richter.Foto: Mark Adel

Battenberg - Es sein "ein Geschenk passend zu Weihnachten", sagte Bürgermeister Heinfried Horsel. Stadtbrandinspektor Michael Wenzel ergänzte, dass der neue Lastwagen der Stadt und nicht der Feuerwehr gehört.

Seit Donnerstag verfügt die Battenberger Feuerwehr über einen Gerätewagen Logistik (GW-L). „Die Schlagkraft und Leistungsfähigtkeit ist damit auch bei überörtlichen Einsätzen gestärkt worden“, sagte Bürgermeister Heinfried Horsel. Das Fahrzeug hat rund 130000 Euro gekostet und ersetzt den Schlauchwagen. Davon zahlen das Land 36000 Euro und der Kreis 17000 Euro.

Die 4 mal 2,40 Meter große Ladefläche kann – je nach Einsatzart – unterschiedlich beladen werden, beispielsweise mit Schläuchen oder Ölbindemittel. Dafür ist es mit Regalsystem und Gitterboxen ausgestattet. Das Fahrzeug verfügt über eine Fahrerkabine für drei Personen, Allradantrieb und einen 250 PS starken Motor, außerdem über eine luftgefederte Hinterachse, Berganfahrhilfe und Scheibenbremsen. „Es wurde genau nach unseren Bedürfnissen gebaut“, sagte Stadtbrandinspektor Michael Wenzel. Im Einsatz genutzt wird es unter anderem für den Materialnachschub. „Es ist sehr flexibel“, betonte Wenzel.

Das Fahrgestell stammt von MAN, den Aufbau fertigte der Karosseriebauer Hartmann in Alsfeld. Peter Dörsam von der Firma Hartmann verwies auf die Bedeutung des Einsatzfahrzeugs bei Einsätzen.

Es sei erst einmal teuer, aber „das Retten hat einen geldwerten Vorteil“, sagte er. „Der Wert steigt mit jedem Einsatz.“ Die erste Alarmfahrt hatten die Einsatzkräfte schon gestern Morgen: Sie mussten an der Bundesstraße ein in einem Transporter eingeklemmtes Pferd befreien (siehe Bericht auf Seite 21). Der Beschluss, ein solches Fahrzeug zu kaufen, war bereits 2009 im Stadtparlament gefallen.

Der ursprüngliche Plan, einen gebrauchten Wagen zu gaufen, ging nicht auf: „Die Angebote waren nicht wirtschaftlich, außerdem wäre kein Zuschuss gezahlt worden“, sagte Bürgermeister Horsel. An der feierlichen Übergabe nahmen auch Fraktionsvorsitzende, Stadträte und Vertreter umliegender Feuerwehren teil.

Der alte Schlauchwagen der Wehr ist für 3500 Euro verkauft worden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare