Frankenberger Jugendfeuerwehren

Deutlich weniger Jugendmitglieder

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Frankenberg - Die Verbandsversammlung des größten Jugendverbands des Landkreises – der Kreisjugendfeuerwehr – hat am Sonntag in der Ederberglandhalle stattgefunden.

Rund 350 Delegierte der 139 Jugendfeuerwehren des Landkreises verfolgten die Berichte des Kreisvorstandes. Mit einem deutlichen Rückgang von knapp 170 Mitgliedern muss sich der dennoch deutlich größte Jugendverband im Landkreis beschäftigen. Mit Abschluss des Jahres gehörten noch 1650 junge Feuerwehrleute dem Verband und den angeschlossenen 139 Jugendfeuerwehren an. Rund ein Drittel der Jugendlichen sind Mädchen. 22?500 Stunden Ehrenamt Der Rückgang sei vorrangig darin zu begründen, dass zu wenige Neuaufnahmen zu verzeichnen seien, betonte Kreisjugendwart Markus Potthof in seinem Bericht. „Wir müssen aktiv auf jeden einzelnen Jugendlichen zugehen“, forderte er die Delegierten auf. Auch das Angebot des Kreisverbands werde sich dahingehend weiterentwickeln.

Erfreulich stelle sich die Menge der ehrenamtlich geleisteten Arbeitsstunden der Betreuer auf Ortsteilebene dar. In Summe leisteten die 292 Ausbilder im vergangenen Jahr rund 22?500 Stunden. Der Erste Kreisbeigeordnete Jens Deutschendorf betonte, dass nun clevere Ideen gefragt seien, um gegen den Mitgliederschwund vorgehen zu können und bot die deutliche Unterstützung des Landkreises hierfür an. Gleichermaßen lobte er die Arbeit der Ehrenamtlichen und das Engagement der Jugendlichen. Auch die Kreistagsvorsitzende Iris Ruhwedel wünschte viel Erfolg bei dieser Aufgabe.

Bei den Neuwahlen konnten die anwesenden 67 Jugendsprecher der Städte und Gemeinden über ihre Kreissprecher bestimmen. Gemäß der Regelungen konnte die bisherige Kreissprecherin Sabrina Günter nicht mehr antreten. Einstimmig wählten die Jugendlichen Günters bisherige Stellvertreterin Ann-Katrin Kares aus Battenberg an die Spitze. Ihr zur Seite stehen Michelle Zinn und Felix Laabs.

Zukünftig kann für besondere Verdienste die Ehrenplakette der Kreisjugendfeuerwehr in den Stufen Silber und Gold beantragt werden. Die Delegierten stimmten für den Vorschlag, neben der Landes- und der Bundesehrung, die auch in zwei Stufen verliehen werden kann, eine eigene Kreisehrung einzuführen. „Wir möchten damit das Ehrenamt noch deutlicher fördern“, betonte Kreisjugendwart Potthof. Löhlbacher Mädchen siegen Der stellvertretende Kreisjugendwart Dirk Klein berichtete über die Jugendzeltlager des vergangenen Jahres. Rund 1500 Jugendliche haben an den Zeltlagern in Adorf und Burgwald teilgenommen.

Für das Fachgebiet Wettbewerbe gab Michael Wickenhöfer den Bericht ab. Die Anzahl der durchgeführten Wettbewerbe ist hessenweit Spitze und mit den erfolgreichen Leistungen konnten sich die Waldeck-Frankenberger Jugendwehren auch auf Landes- und Bundesebene behaupten. Geehrt wurden im Rahmen der Versammlung die Sieger des Kreispokals, des so genannten Floriancups. Mit knappem Vorsprung siegte die Mädchenmannschaft aus Löhlbach, die ebenfalls Hessenmeister wurde vor den Jugendlichen aus Burgwald. Platz drei belegte die Jugendgruppe Bergheim-Giflitz.

Fachgebietsleiter Sven Lemke erläuterte die Zahl der verliehen Jugendspangen. Erfreulich war, dass im Jahr 2011 die 1000. Jugendspange in Gold verliehen werden konnte. Der für die Öffentlichkeitsarbeit zuständige Fachgebietsleiter Torben Schramme stellte vorrangig die Arbeit der Zeitungsredaktion „Lange Leitung“ dar. Insgesamt vier Ausgaben wurden im vergangenen Jahr erstellt. Die Zeitung entsteht bei Seminaren in Jugendherbergen oder bei den Zeltlagern und wird von den Jugendlichen selbst erstellt. Der Erste Stadtradt der Stadt Frankenberg, Willi Naumann, betonte die Wichtigkeit der Jugendarbeit in der Feuerwehr. Nur mit der Jugend habe die Feuerwehr auf Dauer Bestand.

Das Bundestagsmitglied Ullrich Meßmer dankte für den Spaß, den die Betreuer den Jugendlichen mit ihrer Arbeit bringen. Ein wichtiges Thema sei aus seiner Sicht zukünftig die Verbindung zwischen Feuerwehren und Firmen zu schaffen, um jungen Feuerwehrmitgliedern gleichzeitig einen Arbeitsplatz in der Region bieten zu können. Der Vizepräsident des Landesverbands der Feuerwehren, Dr. Christoph Weltecke, bestätigte die Präsenz des Jugendarbeit des Verbands auf Kreis- und Landesebene und bat darum, auch zukünftig Wert auf die hohe Anzahl an Übernahmen in die Einsatzabteilungen zu legen.

Der Feuerwehrverbandsvorsitzende Manfred Hankel bot die fortwährende Unterstützung an und bat im Rahmen der Nachwuchsarbeit die Kinderfeuerwehren nicht außer Acht zu lassen. Kreisbrandinspektor Gerhard Biederbick lobte die Arbeit der Jugendfeuerwehren. Ein Großteil der Teilnehmer an Grundlehrgängen der Feuerwehren stammte aus den Reihen der Jugendfeuerwehren.

Für ihre langjährige Arbeit in den Vorständen auf Ortsteil-, Gemeinde- und Kreisebene wurden Heiko Belz (Holzhausen), Martin Engel (Ernsthausen), Martin Jungermann (Mandern), Henning Klinke (Armsfeld), Peter Koch (Braunau), Carsten Kohlepp (Wellen), Jens Lohmann (Kleinern) und Andreas Weller (Bockendorf) mit der Florianmedaille der hessischen Jugendfeuerwehr in Silber ausgezeichnet. Michael Wickenhöfer (Burgwald) erhielt die Ehrung in Gold für seinen Einsatz im Kreis- und Landesvorstand.

Von Michael Wickenhöfer

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