Schmierereien sorgen für Unverständnis und Zorn

Deutschland-Denkmal in Bad Arolsen vor Gedenkfeier mit Farbe beschmiert

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Am beschmierten Denkmal: Den Kranz legten nieder die Kreisvorsitzenden des Bundes der Vertriebenen, Günter Krause (rechts) und Rüdiger Richter (links). Mit dabei waren unter anderem (weiter von rechts) SPD-Stadtrat Udo Jost und Oberst a.D. Jürgen Damm.

Bad Arolsen. Das Deutschland-Denkmal am Eingang der Innenstadtkaserne in Bad Arolsen ist am Vorabend einer Gedenkfeier mit roter Farbe beschmiert worden.

Stadtrat Udo Jost zeigte sich empört und erstattete bei der Polizei Strafanzeige wegen Sachbeschädigung. Am Sonntagnachmittag sprach der CDU-Landtagsabgeordnete Armin Schwarz vor rund zwei Dutzend Teilnehmern der Veranstaltung zum hessischen Gedenktag für die Opfer von Flucht, Deportation und Vertreibung. Mit diesem Gedenktag werde in Hessen seit fünf Jahren die Aufbauleistung gewürdigt, die Millionen von Heimatvertriebenen nach dem Zweiten Weltkrieg geleistet hätten.

Deshalb habe er kein Verständnis dafür, dass mit der Farbschmiererei eine Erinnerungskultur zerstört werde, die über Jahrzehnte gewachsen sei.

Schwarz: „Wir sind erzürnt, denn hier geht es um mehr als nur um einen Fleck mit roter Farbe und Sachbeschädigung.“ Die Motivlage sei ihm völlig unklar. Aus seiner Sicht sei ohne Grund ein Denkmal zum Schandmal gemacht worden. Schwarz appellierte an die Stadt Bad Arolsen und an den Bund der Vertriebenen, sich durch diese Tat „nicht in die Knie zwingen“ zu lassen. Künftig müsse noch mehr Erinnerungskultur gepflegt werden. Das sei auch Aufgabe des Geschichtsunterrichts in den Schulen. 

Quelle: HNA

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