Gewerkschaft trat bei Veranstaltung an Ederberglandhalle auf

DGB demonstrierte in Frankenberg gegen Glaser und die AfD

Mit etwa 20 Teilnehmern demonstrierte der DGB gegen die AfD.

Frankenberg. Die Info-Veranstaltung des AfD-Bundestagsabgeordneten Albrecht Glaser am Montagabend in Frankenberg ist von einer Kundgebung des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) begleitet worden.

Knapp 20 DGB-Mitglieder aus dem Frankenberger Land stellten sich mit Transparenten an der Ederberglandhalle auf.

„Wir sehen in der AfD eine Partei, die das Land spalten will und vor allem mit Hetze Politik macht. Das wollen wir nicht unkommentiert lassen.“ Holger Kindler, Organisationssekretär beim DGB Nordhessen, hat eine klare Meinung zur Alternative für Deutschland. Im engsten Kreisvorstand habe der Gewerkschaftsbund deshalb entschieden, zur AfD-Versammlung am Montag zur Ederberglandhalle zu gehen.

Albrecht Glaser, Bundestagsabgeordneter aus dem Schwalm-Eder-Kreis und damit auch für den Wahlkreisteil Frankenberg, hat zu seinem „Bericht aus Berlin“ eingeladen.

Um 18 Uhr soll Glasers Infoveranstaltung im Nebensaal der Ederberglandhalle beginnen. Bereits um 17 Uhr sind die ersten DGB-Demonstranten auf dem Parkplatz. Darunter Gerhard Geitz, DGB-Kreisvorsitzender aus Hatzfeld.

Gegen 17.20 Uhr treffen auch die Frankenberger Polizei mit zwei Fahrzeugen sowie Carsten Buch und Reiner Grün vom Ordnungsamt der Stadt ein. „Wir werden trennend dazwischenstehen“, sagt Ortwin Staude, der kommissarische Leiter der Polizeistation in Frankenberg. „Wir wollen die Veranstaltung nicht stören“, versichert Kindler und verteilt Ordner-Binden an seine Mitstreiter.

DGB hatte Kundgebung kurz vorher angemeldet

Der DGB hatte die Kundgebung erst wenige Stunden zuvor bei der Stadt angemeldet, muss Kindler zugeben. Vorgeschrieben sind 48 Stunden. Die Stadt hat es trotzdem genehmigt. „Wir wollen das wegen dieser kleinen Gruppe nicht eskalieren lassen“, sagt Ordnungsamtsleiter Buch der HNA. „Wir werden das aber im Nachgang rechtlich prüfen lassen.“

Während Staude, Buch und Grün in der Halle mit dem Veranstalter sprechen, verteilen Geitz und Kindler auf dem Parkplatz Transparente, Fahnen, Flyer und Westen an die Demo-Teilnehmer. „Gegen Hass und Gewalt“ und „Aufstehen gegen Rassismus“ ist darauf zu lesen. „Wir sind für Vielfalt und für bunt“, sagt Gerhard Geitz.

Die Demonstranten stellen sich als Spalier an der Treppe zum Vorplatz der Ederberglandhalle auf. Polizei-Chef Staude bittet sie, weiter auf den großen Vorplatz zu gehen – links vom Haupteingang. „Sonst wäre das ein Spießrutenlauf für die Gäste“, erklärt er. „Den Versammlungsteilnehmern muss der Zutritt gewährt werden.“

Letztlich bleibt alles harmlos. Etwa 50 Besucher gehen nach und nach in die Halle. Die knapp 20 DGBler draußen sind relativ ruhig, verteilen Flyer an Vorbeikommende. „Da stehen die ganz Schlauen“, ruft ihnen ein AfD-Gast zu. „Haben Sie denn nichts zu arbeiten, dass Sie da hingehen können?“, fragt ein Demonstrant zurück.

In der Halle: Albrecht Glaser sprach vor rund 45 Zuhörern.

Die Kundgebung störe ihn nicht, solange sie friedlich bleibe, sagt uns Albrecht Glaser in der Halle. Bei einer anderen AfD-Aktion habe er schon mal Personenschutz gebraucht; sein Haus bekomme Objektschutz, berichtet er.

Die Demonstranten bekommen Glaser nicht zu sehen, er ist offenbar durch den Hintereingang gekommen. Um 18.10 Uhr packen sie ihre Sachen und machen sich auf den Heimweg.

Mehr von der Kundgebung und Glasers Rede lesen Sie in der gedruckten Dienstagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

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