Auszubildende der Hans-Viessmann-Schule erhalten ihr Abschlusszeugnis

„Die erste Sprosse der Berufsleiter“

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Schulleiter Carsten Placht mit den notenbesten Schülern Martin Knoche, Christina Lerch und Josef Schloss (von links).

Frankenberg - Ob im industriellen oder im kaufmännischen Bereich: Zahlreiche Auszubildende durchlaufen ihre schulische Ausbildung an der Hans-Viessmann-Schule. 80 von ihnen bekamen am Mittwochabend in der Ederberglandhalle ihr Abschlusszeugnis.

„Die Lehrer haben uns sehr viel beigebracht, und so konnten wir das Beste aus unserer Zeit machen.“ Bei der Übergabe der Abschlusszeugnisse an 80 Auszubildende der Hans-Viessmann-Schule gab es nicht nur für die Hauptdarsteller des Abends lobende Worte, nein, auch die Pädagogen erhielten ein verbales Dankeschön. Ausgesprochen hatte dies stellvertretend für die Schüler der Werkzeugmechaniker Martin Belz. Insgesamt habe er die Ausbildungszeit sehr genossen. Die Azubis hätten von den Kontakten der Lehrer zu den Betrieben in der Region profitiert.

In der Theorie besonders gut umgesetzt haben diese Kontakte vier Schüler: Patricia Wahle hat ihre Ausbildung zur Kauffrau im Einzelhandel bei Foto Hörl ebenso erfolgreich absolviert wie Martin Knoche, der den Beruf des Mechatronikers bei Viessmann erlernt hat. Beide erhielten die Note 1,1. Ähnlich gute Leistungen erzielten Christina Lerch, Industriekauffrau bei Kusch und Co, sowie Josef Schloss, Zerspanungsmechaniker bei Viessmann. Auf ihrem Zeugnis steht die Note 1,2.

Eine weitere Besonderheit sei laut Lehrer Kurt Naumann die hohe Zahl an Schülern, die ihre Ausbildung vorzeitig beendet haben - sowohl in den kaufmännischen als auch den technischen Berufen.

Das Lob und die Leistungen der Azubis werden Carsten Placht, Leiter der Hans-Viessmann-Schule, gefreut haben. Die Zusammenarbeit mit den Unternehmen im Frankenberger Land und im Sauerland gehöre zum Selbstverständnis der Lehrer, sagte Placht. So sollen an den Standorten der Schule in Frankenberg und Bad Wildungen Vielfalt, Qualität und Mehrwerte geboten werden. Dabei würde unter anderem der Schritt hin zur rechtlichen Selbstständigkeit der Schule helfen. Schon zum Schuljahr 2014/15 könnte in Frankenberg die Fachschule Elektrotechnik angeboten werden. „Wir halten die Türen für sie auf“, richtete sich Placht an die Absolventen.

Erste Sprosse der Leiter

Auch Frankenbergs Bürgermeister Rüdiger Heß ist davon überzeugt, dass die Ausbildung an der Hans-Viessmann-Schule hochwertig ist. „Sie gehen als Fachkräfte in die Betriebe.“ Und diese Fachkräfte würden die Unternehmen brauchen, um auch international auf Augenhöhe mitreden zu können. Seinen Dank richtete er an die Lehrer. „Die jungen Menschen gehen nach vorne, aber die älteren kennen die Abkürzungen.“

Der Rathaus-Chef hob ebenso wie Lehrer Roland Doss die Bedeutung des dualen Ausbildungssystems hervor. „Die Jugendarbeitslosigkeit ist in Deutschland mit acht Prozent die niedrigste des Kontinents“, erklärte Doss. Die Verbindung von Praxis und Theorie sei ein Garant für gute Arbeitskräfte, darum würden andere Nationen Deutschland beneiden. Dessen müssten sich die Schüler bewusst sein: „Die Chancen, eine Stelle ihrer Wahl zu bekommen, stehen nicht schlecht.“

Michaela Theis von der Firma Osborn sprach stellvertretend für die Unternehmen. Die Absolventen seien nun auf der ersten Sprosse der Karriere-Leiter angekommen. „Sie stehen ganz am Anfang und die Welt steht ihnen offen.“

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