Wasserpreis

„Die Transparenz fehlt uns“

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Die Grundegebühr für den Wasseranschluss steigt in Hatzfeld um 7,53 im Jahr. Das entspricht einer monatlichen Erhöhung um 62 Cent.

Hatzfeld - Der Gebührenhaushalt Wasserversorgung muss ausgeglichen sein - auch in Hatzfeld. Deshalb haben die Stadtverordneten eine Anpassung der Grundgebühr des Wasserzählers und der Gebühren für Schmutz- und Niederschlagswasser vorgenommen.

Das Wasser in Hatzfeld wird teurer. Die Stadtverordnetenversammlung hat ihm Rahmen ihrer Sitzung am Donnerstag beschlossen, die Grundgebühr pro Wasserzähler von 68,48 Euro rückwirkend zum 1.Januar 2015 auf 76,01 Euro pro Jahr zu erhöhen. Dies entspricht einem Betrag von 6,38 Euro im Monat - also 62 Cent mehr als bisher. Der Grund für die Anpassung liegt laut Bürgermeister Dirk Junker in einem Rückgang des Verbrauchs: Dieser ging von rund 111 000 Kubikmetern im Jahr 2013 auf 108 000 Kubikmeter zurück. Der Gebührenhaushalt Wasserversorgung kann somit nicht mehr ausgeglichen werden, eine Erhöhung der Gebühren musste erfolgen.

Gewinn werde die Stadt mit der Anhebung nicht machen, betonte der Rathauschef: „Das dürfen wir auch nicht.“ Die Ursprüngliche Überlegung war, die Frischwassergebühr von derzeit 2,88 Euro auf 2,95 Euro pro Kubikmeter zu erhöhen. Dieser Wert bleibt nun unberührt. Rechtlich sei die Erhöhung der Grundgebühr grundsätzlich zulässig. Anders verhält es sich beim Abwasser: Auch in diesem Punkt gab es Überlegungen, die Grundgebühr je Wasserzähler anzupassen, dies sei aber eben rechtlich nicht möglich, berichtete der Rathauschef. Somit erhöhen sich die Gebührensätze: Die Schmutzwassergebühr steigt von 2,76 pro Kubikmeter auf 3,05 Euro und die Niederschlagswassergebühr erhöht sich von bisher 38 Cent auf 41 Cent pro Kubikmeter.

Die Anpassung der Gebühren stieß in einigen Fraktionen auf Kritik: Marcus Bettelhäuser von der Bürgerliste Reddighausen bemängelte, dass das Parlament die Gebührenkalkulation nicht einsehen könne: „Die Transparenz fehlt uns ein wenig.“

Widerstand gegen eine Gebührenerhöhung im Abwasserbereich kam seitens der Sozialdemokraten, die dem Beschlussvorschlag nicht zustimmten. „Das Ganze ist mit heißer Nadel gestrickt“, sagte die Fraktionsvorsitzende Erika Lotz und bemängelte die fehlende Vorbereitungszeit. Mit zwölf Ja-Stimmen stimmten die Stadtverordneten der Erhöhung zu. (ste)

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