Dienstleistungsverbund Gemünden bleibt für Erlebnismesse bestehen

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Auch ohne Vorsitzenden geschäftsfähig: Der Vorstand des Dienstleistungsverbundes in Gemünden. Von links: Schriftführer Frank Gleim, Kassierer Harald Stehl, erster stellvertretender Vorsitzender Jens Möbus, zweiter stellvertretender Vorsitzender Norbert Möbus und die beiden Beisitzer Ivonne Görl und Andreas Weber.

Gemünden. Zu Beginn der Sitzung am Montagabend hatte es noch danach ausgesehen, als würde sich der Dienstleistungsverbund Gemünden auflösen.

Eine Stunde später stand fest: Der Verein, der 39 Mitglieder hat, bleibt bestehen - und zwar vornehmlich deshalb, weil es in der Stadt auch weiterhin eine Erlebnismesse geben soll. Zwölf der anwesenden Mitglieder stimmten für eine Weiterführung des Vereins, drei waren dagegen.

Die Erlebnismesse fand vergangenes Jahr erstmals statt und wurde als Erfolg gewertet. Die Mitglieder des Dienstleistungsverbundes verständigten sich darauf, dass die Messe künftig alle drei Jahre stattfindet - 2017 wäre also wieder ein Jahr mit Erlebnismesse.

Allerdings hatte die damalige Vorsitzende des Dienstleistungsverbundes, Petra Persy, nach der Erlebnismesse auch Kritik am Engagement der Mitglieder geübt. Zu wenige Personen innerhalb des Vereins seien bereit gewesen, die Veranstaltung zu organisieren, sagte die damals. Ähnlich äußerte sich Persy auch am Montagabend bei der Mitgliederversammlung des Dienstleistungsverbundes. „Ich bin völlig demotiviert angesichts der aktiven Beteiligung der Vereinsmitglieder. Daher lege ich mein Amt nieder“, sagte sie. Fortan wurde darüber diskutiert, ob eine Fortführung des Dienstleistungsverbundes noch Sinn mache.

Bürgermeister Frank Gleim, der auch Schriftführer beim Dienstleistungsverbund ist, sagte: „Der Verein ist damals ins Leben gerufen worden, damit über ihn der Dienstleistungsstandort Gemünden in all seinen Facetten repräsentiert wird. Die Erlebnismesse war eine erfolgreiche Veranstaltung. Mit einem bestehenden Verein lässt sich die Messe natürlich leichter durchführen. Ich würde es daher schade finden, wenn sich der Verein auflöst“, sagte er.

Kassierer Harald Stehl wies darauf hin, dass man den Verein nicht länger als ein Dreivierteljahr ruhen lassen könne. Daher müsse man ihn entweder auflösen oder weiterführen. Dirk Hemmen betonte, dass man den Mitgliedern im Falle einer Fortführung erklären müsse, warum sie weiter Beiträge zahlen müssen, wenn der Verein „eigentlich nicht mehr viel macht“. Wenn der Verein für die Erlebnismesse bestehen bleibe und somit die Basis vorhanden sei, die Veranstaltung weiter auszurichten, müsse man das gegenüber den Mitgliedern auch so kommunizieren. Man müsse dann darauf hoffen, dass die Mitglieder den Verbund auch weiterhin treu bleiben.

Quelle: HNA

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