Da ist das Ding: 1500 sahen WM-Trophäe im Upland

Willingen-Usseln. Das war ein Fest für jeden Fußballfan: Der WM-Pokal machte am Mittwoch bei seiner „Ehrenrunde“ durch Deutschland Station in Usseln.

Nicht nur der Erste Kreisbeigeordnete Jens Deutschendorf, Torsten Vogel, Vorsitzender des TuS Usseln, und Willingens Bürgermeister Thomas Trachte freuten sich über den Pokal vor Ort. Auch 1500 Gäste wollten die Trophäe sehen. Während sie in der Besucherschlange gespannt auf ihren Blick auf den Pokal warteten, ließen sie den Kampf um den lang ersehnten Titel noch einmal Revue passieren.

Die Trophäe knutschen, sie in die Höhe recken und mit ihr eine Runde über den Rasen laufen – das bleibt zwar nach wie vor den Fußballweltmeistern vorbehalten. Aber in Usseln kamen die Fans trotzdem ganz nah an den Pokal ran, um sich beispielsweise mit ihm fotografieren zu lassen. Das Uplanddorf war die 63. Station der „Ehrenrunde“, auf die der DFB den Pokal geschickt hat, den die Elf um Trainer Jogi Löw aus Brasilien mitgebracht hatte. Genauer gesagt handelt es sich um eine vergoldete Replik des Originals, das sich in dauerhaftem Besitz des Weltverbandes Fifa befindet. „Das muss man sich mal überlegen: Der WM-Pokal steht im Upland“, sagte Willingens Bürgermeister Thomas Trachte. Die Trophäe beeindruckte nicht nur ihn, sondern auch 1500 Gäste in der Schlange vor den Trucks, die den Pokal beherbergten.

Mit dem WM-Pokal: (von links) Erster Kreisbeigeordnete Jens Deutschendorf, Torsten Vogel (Vorsitzender des TuS Usseln) und Willingens Bürgermeister Thomas Trachte.

Der kleine Felix aus Stadtallendorf war total aufgeregt, seinem Vater Markus Sommer war die Vorfreude anzumerken: „Stadtallendorf ist 100 Kilometer weit weg, aber wir wären auch 200 gefahren.“

Im Truck sollte eine Multimedia-Show die Gefühle zum Endspiel noch einmal wecken. In völliger Dunkelheit wurden der Spielverlauf gegen Argentinien gezeigt und schließlich die erlösenden „Tor-Rufe“ zu Mario Götzes Treffer in der 113. Minute und das Bangen bis zum Abpfiff.

Die laute, bildlose Vorführung fand ein geteiltes Echo – der Pokal am Ende beeindruckte aber: „Das ist der Lohn für die Weltmeisterschaft und die ganzen Vorbereitungen“, schwärmte Torsten Vogel, Vorsitzender des Turn- und Sportvereins Usseln, der den Pokal ins Upland geholt hatte. „Es ist überragend, ihn so nah zu sehen“, sagte seine Frau Katrin – wenngleich er kompakter als erwartet gewesen sei.

Markus Sommer stand nach seinem Besuch im Truck etwas abseits auf dem Dach des Doppeldeckerbusses, mit dem sich der Fanclub der Nationalmannschaft vorstellte. „Die Gefühle kommen gleich wieder hoch“, erinnerte er sich ans WM-Finale.

Noch am Nachmittag hatte der TuS Usseln Einlassbändchen verkauft. Am Abend war er knapp 1500 von 2014 losgeworden, schätzte Vorsitzender Torsten Vogel und war zufrieden.

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Quelle: HNA

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