Dirk Böhle ist der neue Schützenkönig im Frankenberger Ortsteil Schreufa

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Der Schuss saß: Viel war nicht mehr von dem einst so stattlichen Holzvogel übrig geblieben, dessen Reste der neue Schreufaer Schützenkönig Dirk Böhle (Mitte) gemeinsam mit (von links) Ivo Sepl und Joachim Zwettler dem derzeit noch amtieren Schützenkönig Manuel Vesper und Marco Hartmann nach dem Schreufaer Vogelschießen präsentierte.

Schreufa. Mit klingendem Spiel des Musikvereins Löhlbach zogen am Samstag in Schreufa die Schützen hinaus zum Vogelschießen auf dem alten Festplatz im ehemaligen Steinbruch.

„Wer wird wohl dieses mal als neuer Schützenkönig ins Dorf zurückkehren?", fragten sich die Anwesenden. Dass es am Ende Dirk Böhle werden würde, mochte zu diesem Zeitpunkt noch keiner mit Gewissheit sagen.

Unter den Gästen des Vogelschießens war auch Frankenbergs Bürgermeister Rüdiger Heß, der dem Schreufaer Schützenwettstreit einen guten Verlauf wünschte.

Zuvor ging jedoch der Blick etwas sorgenvoll zum Himmel. Pünktlich zum Abmarsch setzte nämlich der Regen ein - es war aber glücklicherweise nur ein kurzer Regenschauer.

Die erfolgreichen jugendlichen Schreufaer Schützen mit ihren Trophäen: (von links) Lea Schneider, die neue Jugendkönigin Pauline Schicke und Tobias Schicke.

Eröffnet wurde der Kampf um die Königswürde durch den noch amtierenden Schützenkönig Manuel Vesper, bevor 33 Schützen ihr Glück versuchten. Zum Ende hin, als der Vogel allmählich von der Stange zu fallen drohte, waren es nur noch sechs Schützen, die es auf die Königswürde abgesehen hatten. Den ersten Jubel gab es nach den 17. Schuss aus dem Großkalibergewehr von Ivo Sepl als die Krone fiel. Bereits einen Schuss später verlor der Vogel auch den Reichsapfel durch Hans Werner Bring. Das Zepter sicherte sich mit dem 43. Schuss Joachim Zwettler als Trophäe. Fluguntauglich machte den Vogel Dirk Böhle mit dem 68. Schuss, als er den rechten Flügel abschoss. Marco Hartmann holte mit dem 85. Treffer auch den linken Flügel herunter. Nach 163 Schüssen stand schließlich unter großem Jubel der übrigen Schützen und Besuchern mit Dirk Böhle der neue Schützenkönig fest, als durch ihn das letzte Stück des einst so schmucken, von Otto Schubert geschaffenen Holzvogels, fiel.

Tatsächlich eröffnet hatte die Vogeljagd nach dem Eintreffen auf dem Festplatz jedoch der Nachwuchs des Schreufaer Schützenvereins. Er hatte zunächst seinen Jugendschützenkönig mit Luftgewehr auf den eigens für sie angefertigten Holzvogel erkoren. Auch hier gebührte als amtierende Jugendschützenkönigin Laura Becker der erste Schuss.

Sieben junge Schützinnen und Schützen hatten sich daran beteiligt. Die Krone sicherte sich Lea Schneider, das Zepter Tobias Schicke und den Apfel Pauline Schicke, die schließlich auch mit dem 98. Schuss den schönen Vogel „erlegte“. (zpz)

Quelle: HNA

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