Dirk Junker über sein erstes Jahr als Hatzfelder Bürgermeister

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Der Moment des Wahlsiegs: Am 18. November gratulierte Uwe Ermisch (links) seinem Nachfolger Dirk Junker zum Gewinn der Stichwahl. Ermisch war nach 24 Jahren nicht mehr angetreten. Archivfoto:  Paulus

Hatzfeld. Dirk Junker ist seit einem Jahr Bürgermeister in Hatzfeld. Er hat am 1. Mai 2013 die Nachfolge von Uwe Ermisch angetreten. Nach 24 Jahren gab es erstmals wieder einen Wechsel auf dem Chefsessel im Rathaus.

Vor einem Jahr begann also nicht nur für Dirk Junker ein neuer Abschnitt, sondern auch für die Menschen in Hatzfeld. Wir haben mit dem Bürgermeister über sein erstes Jahr gesprochen. Über Erreichtes, Ziele und Startschwierigkeiten.

Herr Junker, Sie sind jetzt seit einem Jahr Bürgermeister von Hatzfeld. War das erste Jahr so, wie Sie es sich vorgestellt haben? 

Dirk Junker: Es war mir von vornherein klar, dass es sich bei der Übernahme des Bürgermeisteramtes um ein sehr komplexes Aufgabenfeld mit vielfältigen Herausforderungen handelt. Es ist zeitaufwändig und fordernd. Für mich handelt es sich, wie für viele andere auch, um ein neues Tätigkeitsfeld mit teilweise hochkomplexen Vorgängen, in die man sich intensiv einarbeiten muss. Im Detail ist dies von außen so nicht konkret vorstellbar. Im Großen und Ganzen verlief das Jahr erwartungsgemäß.

Was lief besser als gedacht, wo gab es Schwierigkeiten? 

Junker: Die Zusammenarbeit mit den Kollegen in der Verwaltung funktionierte von Anfang an reibungslos, wenn man einmal von den üblichen und normalen Startschwierigkeiten absieht. Schwierigkeiten, wenn man diese so bezeichnen will, gab es zu Beginn in der Zusammenarbeit mit einigen Fraktion. Ich denke jedoch, dass wir die Missverständnisse, die vorgeherrscht haben, im Zuge der sehr schwierigen Haushaltsverhandlungen, in der wir gemeinsam eine tragfähige Lösung gefunden haben, jetzt größtenteils beigelegt haben.

Zuletzt war der Haushaltsausgleich ein Sorgenkind für Parlament und Verwaltung. Nur mit viel Aufwand wird Hatzfeld in diesem Jahr das geforderte Ziel erreichen. Hatten Sie sich die Arbeit als Bürgermeister so schwierig vorgestellt?

Junker:  Auch langjährige Mitarbeiter der Verwaltung und langjährige Angehörige des Parlamentes haben derartige Haushaltsverhandlungen, die sich aufgrund des kommunalen Rettungsschirms so schwierig gestalteten, noch nicht erlebt. Es kann also nur noch besser werden.

Ihren Vorgänger Uwe Ermisch sieht man kaum noch in der Öffentlichkeit. Haben Sie Kontakt zu ihm, zum Beispiel wenn Sie Fragen im Amt haben?

Junker: Nach einem Jahr besteht normalerweise kein Fragebedarf mehr bei aktuellen Vorgängen. In diesem Themenbereich werde ich von der Verwaltung sehr gut beraten. Darüber hinaus besteht immer die Möglichkeit, Kollegen zu fragen, gerade auch, um eine Meinung von außen zu erhalten. Dies ist eine Möglichkeit, die ich bei Bedarf auch nutze.

Die Bürgerliste Hatzfeld hatte Sie 2012 in den Wahlkampf geschickt. Werden Sie von der Bürgerliste auch als Bürgermeister noch unterstützt?

Junker: Von den Angehörigen der Bürgerliste Hatzfeld werde ich heute noch unterstützt. Das Verhältnis ist gut. Wir tauschen uns bei Bedarf miteinander aus. Dies gilt aber auch fraktionsübergreifend.

Im September gab es Spannungen zwischen ihm und einigen Reddighäusern.    

Von Jörg Paulus

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Quelle: HNA

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