Frankenberg sagte Investor 500.000 Euro für Einkaufszentrum zu

Ehemaliges Balzer-Gelände: Dort will die niederländische Ten-Brinke-Gruppe ein neues Einkaufszentrum mit 10 000 Quadratmetern Einkaufsfläche bauen. Archivfoto:  zgm

Frankenberg. Die Stadt Frankenberg hat dem Investor des geplanten Einkaufszentrums „Frankenberger Tor“ Fördermittel von bis zu einer halben Million Euro zugesagt. Das geht aus einem Vertrag hervor.

Den hat der Magistrat der Stadt am 22. März dieses Jahres mit der niederländischen Ten-Brinke-Gruppe abgeschlossen – gut eine Woche vor dem Amtsantritt des neuen Bürgermeisters Rüdiger Heß.

Die Fördermittel der Stadt in Höhe von bis zu 500 000 Euro sollen laut Vertrag für die Begleichung so genannter unrentierlicher Kosten verwendet werden. Dahinter verbergen sich beispielsweise die Abrisskosten für die Gebäude auf dem Areal Röddenauer Straße/Siegener Straße. Auf dem rund 16 000 Quadratmeter großen Gelände will die Ten-Brinke-Gruppe das „Frankenberger Tor“ mit 10 000 Quadratmetern Verkaufsfläche errichten.

Die Gewährung der Fördermittel ist allerdings nur die eine Seite des Vertrages. Grundsätzlich hätte der Investor nämlich eine halbe Millionen Euro an die Stadt zahlen müssen – weil sich durch die städtischen Baumaßnahmen im Sanierungsgebiet „Bahnhofstraße“ der Bodenwert des Areals sanierungsbedingt erhöht. „Was die Stadt vom Investor zu bekommen hätte, gibt sie ihm als Fördermittel zurück“, kommentierte ein Stadtpolitiker den Sachverhalt kritisch.

Ein weiterer Aspekt: Die Vereinbarungen zwischen Stadt und Investor über diese 500 000 Euro ist nicht über das Stadtparlament gelaufen. Heß hat die Fraktionsvorsitzenden daher bereits schriftlich auf den Vorgang aufmerksam gemacht und dabei auch auf die „wirtschaftliche Bedeutung der Angelegenheit“ hingewiesen. (mjx)

Quelle: HNA

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