Doch kein Blitzer in Rosenthal – Parlament in zwei Lager gespalten

Aus Richtung Bracht: Die Befürworter einer Radaranlage hatten sich mehr Sicherheit für die Kunden der Geschäfte an der Marburger Straße in Rosenthal versprochen, wenn Raser geblitzt worden wären. Foto:  Paulus/Montage: Hermes

Rosenthal. In Rosenthal wird doch keine stationäre Radaranlage aufgestellt. Die Abstimmung darüber am Montagabend im Parlament war zwar unentschieden – sechs Ja- gegen sechs Nein-Stimmen – damit gilt das Vorhaben aber als abgelehnt.

Die Befürworter von der CDU hatten sich vor allem mehr Verkehrssicherheit versprochen, um Abzocke gehe es dabei nicht. Die Gegner – Bürgerliste und FDP – befürchteten hohe Wartungskosten und rückläufige Blitzzahlen, weil die Anlage bei den Fahrern bekannt würde.

„Ist der Bürger in Rosenthal denn nichts wert?“, fragte Eva Golde (CDU). „Anscheinend muss erst was passieren.“ Sie wies auf die Gefahren im Bereich des Einkaufszentrums an der Marburger Straße am Ortseingang aus Bracht hin.

Christian Trusheim (Bürgerliste), der dagegen stimmte, hatte sich in Ernsthausen und Bottendorf erkundigt, wo es bereits feste Blitzer gibt. Im ersten Monat seien dort 7000 Fahrzeuge geblitzt worden, jetzt noch 1200. In Ernsthausen seien es in zwei Monaten nur 80 gewesen. „Mittlerweile bremsen alle vor den Blitzern ab und geben danach wieder Gas“, sagte Trusheim.

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Von Jörg Paulus

Quelle: HNA

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