Battenberg

Dodenau dreimal zu Fuß entdecken

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- Battenberg-Dodenau (gl). Vor 300 Jahren wurden die Grenzen der Gemarkung Dodenau erstmalig beschrieben – um das zu feiern, finden im August und September drei Grenzgänge statt.

Sie haben drei Routen entwickelt, sie haben Wimpel erstellt, haben mit Nachbargemeinden Planungen über kleine Schauspiele gestartet und die Gastronomen für Mittagessen und Ausklang gewonnen: Die Organisatoren der Grenzgänge in der Dodenauer Gemarkung haben viel geschafft in den vergangenen Wochen, doch viel steht ihnen noch bevor. Im August und September soll es auf drei unterschiedlichen Routen um und durch die Gemarkung gehen. Anknüpfen sollen die Grenzgänge an jene zum 825-jährigen Bestehen des Dorfes.

Doch der Verein „825 Jahre Dodenau“ verspricht: „Die Routen sind neu. Auch die, die vor zwei Jahren mitgewandert sind, werden Neues entdecken.“ Präsentiert werden sollen die Landschaft Dodenaus und historische Stätten. „Die Gemarkung Dodenau gehört mit einer Grenze von 35 Kilometern Länge zu den größten in der Umgebung“, sagte Manfred Glöser. Es solle gezeigt werden, was die Gemarkung auszeichne, was sie für Touristen und Einheimische besonders macht.Belebt werden sollen die Wanderungen mit kleinen Schauspielen, etwa an einer ehemaligen Zollstation zwischen Hessen und Westfalen. Für die zwei Schauspiele haben die Dodenauer ihre Nachbarn aus Elsoff und aus Bromskirchen gewonnen, die als Laiendarsteller für spätmittelalterliches Flair sorgen sollen.

Die Schauspiele sollen die Zuschauer in das Jahr 1711 zurückversetzen. Auf Befehl des Landgrafen Ernst Ludwig von Hessen hatte der Amtmann Christoph Rube in den Jahren 1711/12 ein neues und vollständiges Battenberger Salbuch verfasst. Es enthält auf 1294 Seiten Aufstellungen und Einzelheiten über äußere und innere Grenzen, Rechte, Einkünfte und Liegenschaften des Amtes Battenberg. Bestandteil des Buches ist die Beschreibung des Dodenauer Grenzverlaufs.Die erste Route soll am Samstag, 13. August, abgewandert werden. Sie beginnt an der Mehrzweckhalle. Von dort geht es zum Campingplatz, über die Eder und ins Leifetal. An der Grenzlinie zu Elsoff soll ein Schauspiel stattfinden, bevor oberhalb der Außengehöfte die Mittagspause stattfindet. Weiter geht es zu den Wasserquellen, wo Informationen zum Dodenauer Wasser gegeben werden sollen. Durch den Riedgraben geht die Strecke weiter zum Wildgehege, wo der Grenzgang endet.

Die Route zwei startet am Sonntag, 28. August, am Ortsausgang von Alertshausen. Für den Transfer stehen Busse bereit. Auf dem Panoramaweg führt die Etappe zum Außengehöft Ohelle, einer ehemaligen Zollstation. Mittag mit einer Andacht von Pfarrerin Eleonore Merkel gibt es auf dem Hof Burghelle, bevor der Weg südlich des Röhrbergs weiter in Richtung Wildgehege führt.

Die dritte Route schließlich ist von der Höhendifferenz her die anspruchsvollste: Sie führt am Samstag, 3. September, vom Dachsloch, wo wieder Busse hinfahren, zum Forsthaus Elbighausen, wo ein Grenzspiel mit den Bromskirchener Nachbarn aufgeführt werden soll. Es folgt ein Anstieg auf den Großen Buchfürst. Im Wald geht es weiter bis oberhalb der Silberlöcher, dort soll die Geschichte des Bergbaus in Dodenau dargelegt werden, zudem gibt es Mittagessen. Am Fischteich Muth entlang geht die Etappe weiter im Tal zu den Jagdhütten und schließlich in den Wildpark, wo wieder der Ausklang stattfindet.

Mehr lesen Sie in der FZ vom Freitag, 8. April

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